Wanderer können wieder losziehen

Der Wanderweg am Hochgrat bei Oberstaufen ist fertig saniert

Wegsanierung Hochgrat

Die Wanderung über den Hochgrat bis zur Brunnenau-Scharte gilt als eine der beliebtesten Wanderrouten im Allgäu. Eine Sanierung des Wegs war wegen der ausgetretenen und erodierten Pfade notwendig geworden. Dabei kam auch ein Hubschrauber für den Materialtransport und ein Schreitbagger zum Einsatz.

Bild: Klemm/Naturpark

Die Wanderung über den Hochgrat bis zur Brunnenau-Scharte gilt als eine der beliebtesten Wanderrouten im Allgäu. Eine Sanierung des Wegs war wegen der ausgetretenen und erodierten Pfade notwendig geworden. Dabei kam auch ein Hubschrauber für den Materialtransport und ein Schreitbagger zum Einsatz.

Bild: Klemm/Naturpark

Die Arbeiten am beliebten Abschnitt zwischen dem Hochgrat-Gipfel und der Brunnenau-Scharte sind vollendet. Dabei kamen Hubrschrauber und Bagger zum Einsatz.
05.10.2021 | Stand: 11:52 Uhr

Der Naturpark Nagelfluhkette ist nicht nur ein besonders artenreiches Gebiet im Alpenraum, sondern auch eine beliebte Wanderregion. Viele Menschen nutzen die Wanderwege über die Gipfel der Bergkette. Deshalb müssen die Pfade immer wieder erneuert werden. Abgeschlossen ist die Sanierung des Wegs zwischen Hochgrat und Brunnenauscharte.

Wie der Naturpark Nagelfluhkette mitteilt, hatte – neben der hohen Nutzung – die Erosion die steilen Bereiche des Wegs kräftig geschädigt. Im September hatten deshalb Mitarbeiter der Naturparks Nagelfluhkette mit dem Markt Oberstaufen die umfangreiche naturschutzfachliche Sanierung durchgeführt. Die Reparatur des Wegs hat laut Max Löther vom Naturpark 115 000 Euro gekostet. Finanziert wurde das Projekt zum größten Teil durch Geld vom bayerischen Umweltministerium, des Markts Oberstaufen und des Naturparks. Das Material wurde mit dem Helikopter zur Baustelle am Grat transportiert. Im oberen Abschnitt wurde per Hand gearbeitet, in den unteren Abschnitten kam ein Schreitbagger zum Einsatz.

Sanierung des Wanderwegs am Hochgrat bei Oberstaufen: Diese Arbeiten standen an

Der Weg wurde stellenweise verbreitert, die Erosionsrinnen wurden verfüllt und Wasserableiter eingerichtet. Zusätzlich wurden an Steilstücken Holzstufen verbaut und Seilgeländer erneuert. Doch der alpine Charakter des Wegs sollte bestehen bleiben. Dabei wurden auch erodierte alpine Rasenflächen, die beweidet werden, wiederhergestellt. So wurden laut Naturpark mithilfe einer Mahdgut-Übertragung von Flächen direkt am Hochgrat auf den Erosionsflächen die typischen Charakterarten der alpinen Rasen wieder angesiedelt.

Ein Schreitbagger kam bei der Sanierung des Wanderwegs am Hochgrat zum Einsatz. Das Material wurde von einem Hubschrauber transportiert.
Ein Schreitbagger kam bei der Sanierung des Wanderwegs am Hochgrat zum Einsatz. Das Material wurde von einem Hubschrauber transportiert.
Bild: Jennifer Klemm

Bei der Umsetzung habe sich der Naturpark mit den Grundbesitzern, Bewirtschaftern und der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Löther spricht von einer „Win-Win-Situation für Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz – gemäß der Naturpark-Philosophie Schützen und Nützen“.

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