Gewerkschaft

Warnstreik: Mitarbeiter des Betriebshofs Immenstadt haben gestreikt

Warnstreik beim Öffentlichen Dienst: In Immenstadt legten am Dienstag die Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs für einen Tag die Arbeit nieder.

Warnstreik beim Öffentlichen Dienst: In Immenstadt legten am Dienstag die Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs für einen Tag die Arbeit nieder.

Bild: Werner Röll

Warnstreik beim Öffentlichen Dienst: In Immenstadt legten am Dienstag die Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs für einen Tag die Arbeit nieder.

Bild: Werner Röll

Die Mitarbeiter im Betriebshof Immenstadt legen einen Tag lang die Arbeit nieder. Wieso Bürgermeister Nico Sentner Verständnis für ihre Forderungen zeigt.
13.10.2020 | Stand: 19:58 Uhr

Der Streik der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst hat das südliche Oberallgäu erreicht. Nach dem Warnstreik des Sonthofer Bauhofs streikten am Dienstag auch Mitarbeiter des Betriebshofs Immenstadt. „Fast alle Beschäftigten haben sich am Warnstreik beteiligt und alle waren wegen des immer noch fehlenden Angebots richtig sauer“, zeigte sich Verdi-Geschäftsführer Werner Röll zufrieden mit der Streikbeteiligung.

Gewerkschaft wirft Arbeitgebern "Ignoranz" vor

Der Arbeitgeber-Seite warf Röll „Ignoranz“ bei den Tarif-Verhandlungen vor. „Wir wollen den Druck bis zur dritten Verhandlungsrunde am 22./23. Oktober aufrechterhalten und nächste Woche nochmal kräftig nachlegen“, sagte Röll. Die Arbeitgeber sollten über ihre Verweigerungshaltung nachdenken, erklärte Manuel Büttner, zuständiger Gewerkschaftssekretär bei Verdi Allgäu: „Diese Streiks sind von den Arbeitgebern provoziert, die nicht bereit waren, die Tarifrunde mit einer vernünftigen Lösung wegen der Pandemie aufs nächste Jahr zu verschieben“, erklärte Büttner und forderte, den Beschäftigten nach zwei Verhandlungsrunden ein angemessenes Angebot vorzulegen.

Verdi verlangt für die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro pro Monat (Lesen Sie auch: Keine Schulbusse: Eltern genervt von Busfahrer-Streik in Kaufbeuren).

Rathauschef hofft auf baldige Einigung

„Der Streik hatte keine größeren Auswirkungen“, sagte Bürgermeister Nico Sentner zur Arbeitsniederlegung seiner Mitarbeiter. Einen Tag könne man mit einer Notbesetzung kompensieren. Die Forderung der Arbeitnehmer hält er für legitim. Sentner hofft, dass sich die Tarif-Parteien bei den kommenden Verhandlungen bald einigen (Lesen Sie hier: Verdi kündigt weitere Warnstreiks an - auch bei Sparkassen).