Filmtheater im Allgäu

Welche Kinos im Oberallgäu am 1. Juli öffnen und welches noch wartet

Wow - Öffnung

„Endlich wieder Kino“: Mit diesem Logo eines Kinoverbandes wirbt die Sonthofer Filmburg für ihren Neustart nach der corona-bedingten Schließung.

Bild: HDF KINO

„Endlich wieder Kino“: Mit diesem Logo eines Kinoverbandes wirbt die Sonthofer Filmburg für ihren Neustart nach der corona-bedingten Schließung.

Bild: HDF KINO

Die Sonthofer Filmburg und das Oberstdorfer Kurfilmtheater beginnen den normalen Betrieb. Das Immenstädter Haus, das schon spielt, plant eine besondere Show.
26.06.2021 | Stand: 17:00 Uhr

Wow! Dem Mann bleibt förmlich der Mund offenstehen, so als könne er es gar nicht fassen: Es gibt endlich wieder Kino. Mit diesem Bild wirbt die Filmburg für ihren Neustart nach der monatelangen corona-bedingten Schließung. Das Sonthofer Kino schließt sich damit dem bundesweiten Trend an, dem auch das Oberstdorfer Filmtheater folgen will. Ab 1. Juli sollen wieder Filme über die Kinoleinwände in der Republik flimmern. Das Loft in Oberstdorf wartet jedoch noch ab.

Ein besonderer Appetitanreger

Dafür bietet das Union-Filmtheater in Immenstadt schon seit einem Monat Programm (wir berichteten). Und es wartet am Vorabend jenes Tages, an dem bundesweit die meisten Kinos öffnen wollen, mit einem besonderen Appetitanreger für die Filmfans auf: einer Trailershow in Spielfilmlänge, die zeigt, was in den kommenden Monaten alles in den Lichtspielhäusern zu erwarten ist.

Diese kostenlose Show am Mittwoch, 30. Juni, um 20 Uhr soll etwa eineinhalb Stunden dauern, sagt Ildikó Seitz, die das Immenstädter Kino mit ihrem Mann Karl betreibt. Die Anreißer zu den kommenden Leinwand-Produktionen versprechen einen bunten Mix aus allen Genres: vom Kinderfilm wie „Paw Patrol“, der Schnauzen-Patrouille, bis zum Actionreißer wie dem lange ersehnten neuen James-Bond-Abenteuer „Keine Zeit zu sterben“.

Eine Flut an Filmen

Ob das Immenstädter Kino alle Filme zeigen kann, die es in dieser Trailershow ankündigt, sei noch offen, erklärt Ildikó Seitz. Denn es gebe derzeit eine solche Flut an Filmen, dass noch gar nicht klar sei, wann welcher Streifen laufe. Die Trailershow wolle generell Lust auf Kino machen, sagt die Besitzerin, ganz egal, in welchem Haus dann die Filme besucht werden.

Die Sonthofer Filmburg steigt am 1. Juli mit dem Familienfilm „Peter Hase 2 – Ein Hase macht sich vom Acker“ ein und zeigt außerdem den hochgelobten, wendungsreichen Thriller „No Sudden Move“ von Steven Soderbergh und den Horrorfilm „A Quiet Place 2“ von John Krasinski. Eine Woche später folgt dann die Walt-Disney-Produktion „Black Widow“ mit Scarlett Johansson in der Titelrolle, von der sich Stephan Deidl viel verspricht.

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Je nach Haushaltszugehörigkeit kann er nach den Abstandsregeln maximal ein Viertel der zur Verfügung stehenden Plätze im großen Saal belegen. Damit könnten zwischen 40 bis 50 Besucher einen Film sehen. Stephan Deidl empfiehlt, die Karten online im Internet zu buchen, um lange Wartezeiten an der Kinokasse zu umgehen. Denn die Karten müssen personalisiert sein.

Stephan Deidl möchte jetzt erst einmal seinen Betrieb normal hochfahren und Menschenansammlungen vermeiden. Deshalb plane er frühestens zum Start des nächsten Eberhoferkrimis „Kaiserschmarrn-Drama“ zusätzliche Aktionen.

Auch Florian Stiglhofer will den Betrieb im Oberstdorfer Kurfilmtheater zum 1. Juli normal hochfahren. Auf dem Programm stehe dann jener Publikumserfolg, der schon vor der corona-bedingten Schließung zu sehen war: die Dokumentation „Im Berg dahuim“ über das Leben auf Oberstdorfer Alpen. Auch ein Kinderfilm sei im Gespräch.

Essen und Trinken im Kino wieder erlaubt

Florian Stiglhofer freut sich, dass laut neuester Verordnung die Maske am Platz zumindest beim Essen und Trinken abgenommen werden kann. Beides sei mittlerweile im Kino wieder erlaubt. Maximal zehn Personen aus drei Haushalten dürfen nebeneinandersitzen. Ansonsten gelten die üblichen Bestimmungen, nach denen ein Abstand von 1,5 Metern einzuhalten sei. Für den Herbst plant Florian Stiglhofer – zusammen mit Kinos in Bad Wörishofen und Marktoberdorf – zwei größere Filmreihen: ein Klimaschutzfestival Ende September mit Diskussionen – es gehe auf eine Initiative des Landkreises Ostallgäu zurück – und die Allgäuer Filmkunstwochen, die zum elften Mal stattfinden sollen.

Im Oberstdorfer Loft, für dessen Kino-Programm Inhaberin Alexa Schwendinger mit Florian Stiglhofer zusammenarbeitet, soll das Filmprogramm erst später starten. Wahrscheinlich mit dem Bundesstart des Eberhoferkrimis „Kaiserschmarrn-Drama“ am 5. August, eventuell auch schon mit dem Action-Streifen „Fast and Furious 9“ am 15. Juli. Doch Alexa Schwendinger glaubt, dass leichtere Kost wie die Eberhofer-Krimikomödie mehr Besucher ins Kino locke.

Auf die Gäste im Ort angewiesen

Alexa Schwendinger betont, sie sei auf die Gäste im Ort angewiesen, um das Kino im Loft wirtschaftlich betreiben zu können. Deshalb tendiere sie zu einem Kino-Spielbetrieb erst Anfang August. Derzeit laufe aber schon die Gastronomie im Haus. Und die Kinosäle können gemietet werden.

Im Immenstädter Kino, das schon seit einem Monat Filme zeigt, sei am ersten Wochenende die Nachfrage „super“ gewesen, erzählt Ildikó Seitz. Dann sei der Besuch abgeflaut. Als die Testpflicht wegen der sinkenden Infektionszahlen im Landkreis wegfiel, stiegen die Besucherzahlen wieder nach oben. Und jetzt bremsen das schöne Wetter und die Fußball-Europameisterschaft die Nachfrage. „Aber das ist eben Normalität“, sagt Ildikó Seitz. Und Normalität zu erreichen, ist in der Ausnahmesituation der Corona-Pandemie doch schon sehr viel.

Das Immenstädter Union-Filmtheater im Internet

Die Sonthofer Filmburg im Internet

Das Oberstdorfer Kurfilmtheater im Internet

Das Oberstdorfer Loft im Internet