Handball-Landesliga

"Wir sind noch da": TV Immenstadt sendet Lebenszeichen

Lebenszeichen der „Grünen“: Immenstadts Routinier Benjamin Krämer war einer der Besten beim Sieg gegen Gundelfingen.

Lebenszeichen der „Grünen“: Immenstadts Routinier Benjamin Krämer war einer der Besten beim Sieg gegen Gundelfingen.

Bild: Günter Jansen

Lebenszeichen der „Grünen“: Immenstadts Routinier Benjamin Krämer war einer der Besten beim Sieg gegen Gundelfingen.

Bild: Günter Jansen

Der TV Immenstadt ist zur rechten Zeit erstarkt: Beim 24:17 gegen Gundelfingen feiern die „Grünen“ den ersten Saisonsieg – und überzeugen im Kollektiv.
15.11.2021 | Stand: 16:42 Uhr

Es ist mehr als nur ein Zucken. Im ersten „Schlüsselspiel“ der Landesliga-Saison haben die Handballer des TV Immenstadt den ersten Saisonsieg gefeiert. Im Kellerduell der Landesliga Südwest-Staffel bezwangen die „Grünen“ den TV Gundelfingen in einem von den beiden Abwehrreihen dominierten Spiel souverän mit 24:17 (12:8). „Der Sieg hat uns sehr gutgetan. Für das Punktekonto und für die Moral. Wir sind noch da“, freute sich TVI-Coach Mihaly More.

Durch den ersten Saisonerfolg gegen die zuvor ebenfalls noch sieglosen Gundelfinger ziehen die Oberallgäuer in der Tabelle der Neuner-Liga gar auf Rang sieben vorbei. Das Spiel in der heimischen Julius-Kunert-Halle hatte ohne Zuschauer stattgefunden – dazu hatte sich die Abteilungsleitung unter Martin Feger vor Spielbeginn entschieden. Für alle Beteiligten auf und neben dem Parkett griff die aktuelle 2G-Regelung.

Jonas Becker sorgt für den "Dosenöffner"

Und auch ohne Publikum war den beiden kriselnden Konkurrenten anzumerken, dass es um enorm viel ging. Erst in der fünften Spielminute gelang den etwas besser ins Spiel gestarteten Gästen aus Nordschwaben der Treffer zum 0:1 aus TVI-Sicht, dem sie unmittelbar darauf den zweiten folgen ließen. Zwar fiel erst nach zähen acht Minuten das erste Tor für die Gastgeber durch den wiedergenesenen Jonas Becker. Doch das war der Dosenöffner aufseiten der „Grünen“.

„Das war das erste Spiel, in dem wir nicht von Anfang an geschlafen haben, sondern richtig wach auf das Spielfeld gegangen sind“, sagte More. „Dementsprechend sind wir auch nicht in großen Rückstand geraten, wie wir ihn in den anderen Spielen immer aufholen mussten.“ Denn in der Folge gelang es seinen Schützlingen immer wieder, aus einer starken Abwehr heraus, Bälle zu erobern und zu Torerfolgen abzuschließen. Über 5:3 (bei 15 Minuten) war der Vorsprung beim 10:5 in der 24. Spielminute bereits deutlich angewachsen – die Gäste konnten bis zum 12:8-Halbzeitstand nur noch marginal verkürzen.

Coach Mihaly More lobt: "Defensiv das Spiel gewonnen"

Nach dem Seitenwechsel eröffneten die Hausherren direkt mit einem Tor durch Davor Brtan und zwei weiteren Treffern von Patrick Harris auf 15:8 – das Spiel schien bereits entschieden. „Man hat in der ersten Phase zwar noch gespürt, dass wir im Angriff etwas nervös waren, durch die allgemeine Situation, in der wir uns befinden“, sagte Städtler-Trainer Mihaly More, lobte allerdings sogleich sein Team. „Aber in der Abwehr standen wir gut, was auch daran lag, dass wir keine dummen Würfe genommen haben und deshalb auch rechtzeitig erkannt haben, wann wir in die Rückzugsbewegung gehen. In der Defensive haben wir das Spiel gewonnen.“ Dabei gaben sich die Gäste aber zu keiner Zeit auf – Gundelfingen verkürzte nach 39 Minuten sogar innerhalb von sechs Minuten noch auf 12:15.

Lesen Sie auch
##alternative##
Handball-Landesliga

Ungenießbare Würmer: TV Immenstadt beißt sich an Münchnern die Zähne aus

Dass es aber an diesem Tag nicht noch enger wurde, lag auch am einmal mehr überragenden TVI-Torhüter Simon Weigl, der die Gäste ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte. Im Angriff wurde Jonas Becker zum Leistungsträger, die Abwehr vor Weigl hielt Routinier Benjamin Krämer solide zusammen. Beim 20:15 für den TVI acht Minuten vor dem Spielende war die Luft raus bei den Gundelfingern – und die Partie entschieden. Ein kleines Aufbäumen der Gäste zum 17:20 beantworteten die Hausherren mit vier eigenen Toren zum Endstand von 24:17. „Dieser Erfolg fühlt sich sehr gut an für uns. Leider haben wir weiterhin Probleme mit Verletzungen, mit Studenten und auch mit der aktuellen 2-G-Regelung – aber das haben alle Clubs“, sagte More. „Für uns gilt noch mehr als sonst, von Spiel zu Spiel zu denken, weil wir in jeder Woche neu schauen müssen, welche Regeln gelten – und wie das Team davon betroffen ist.“