Kreisverkehr-Umbau

Wo Feinstaub und Öl in Immenstadt auf der Straße landen

Beim Kreisel

So sieht die Baustelle für das Regenrückhaltebecken unterhalb des Jörg-Kreisels bei Immenstadt-Rauhenzell an der B 19 heute aus. Die gekieste Fläche wird wieder begrünt.

Bild: Silvia Reich-Recla

So sieht die Baustelle für das Regenrückhaltebecken unterhalb des Jörg-Kreisels bei Immenstadt-Rauhenzell an der B 19 heute aus. Die gekieste Fläche wird wieder begrünt.

Bild: Silvia Reich-Recla

Am Jörg-Kreisel an der B 19 bei Immenstadt wird ein Regenrückhaltebecken errichtet: Warum der Umbau notwendig ist

03.06.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Kräftig gebaut wird an der Abfahrt zur B 19 beim „Jörg-Kreisel“. Das staatliche Bauamt errichtet dort ein Regenrückhaltebecken und auf der anderen Seite der vierspurigen Bundesstraße ein Wasserbecken. Die unterirdische Verbindung der beiden Bauten wurde bereits 2017 bei der Erneuerung des Straßenabschnitts geschaffen, sagt Projektleiter Christian Kneip vom staatlichen Bauamt. Kosten: 1,5 Millionen Euro.

Nein, das seien keine überflüssigen Aufwendungen, lässt Kneip wissen. Feinstäube, die unter anderem durch den Reifenabrieb auf der viel befahrenen Bundesstraße entstehen und auch Öle sollen mit dem Regen ins Wasserbecken gespült werden.

Klärbecken muss regelmäßig gereinigt werden

Der Staub setzt sich am Beckenboden ab, das Öl schwimmt oben, sagt Kneip. Das Klärbecken müsse regelmäßig gereinigt werden. Es gebe Richtlinien, dass an viel befahrenen Straßen, das ablaufende Regenwasser gereinigt werden muss, bevor es wieder in die Umwelt gelangt.

„Die Straßenentwässerung muss auf die heutigen Erfordernisse angepasst werden“, erläutert Kneip. Vom Klärbecken, das in den nächsten Wochen gebaut wird, soll das Wasser unter der B 19 hindurch zum Regenrückhaltebecken am „Jörg-Kreisel“ fließen – ohne Reifenabrieb und Öle. Die bleiben im Klärbecken und werden dann entsorgt.

Das Regenrückhaltebecken wiederum, auf dem momentan noch Baufahrzeuge stehen und das gekiest ist, soll wieder begrünt werden. „Das bleibt natürlich keine Steinwüste“, sagt Kneip.