Buchautor Christian Heumader präsentiert

Zehn berührende Bilder aus dem Alltag von Allgäuer Bergbäuerinnen und Bergbauern

Die Altbäuerin Lina Lackner aus Akams zählt zu den Porträtierten in Christian Heumaders Bildband "Milch." Der Fotograf hat sich auf schwarz-weiß-Bilder spezialisiert.

Die Altbäuerin Lina Lackner aus Akams zählt zu den Porträtierten in Christian Heumaders Bildband "Milch." Der Fotograf hat sich auf schwarz-weiß-Bilder spezialisiert.

Bild: Christian Heumader

Die Altbäuerin Lina Lackner aus Akams zählt zu den Porträtierten in Christian Heumaders Bildband "Milch." Der Fotograf hat sich auf schwarz-weiß-Bilder spezialisiert.

Bild: Christian Heumader

Der Allgäuer Fotograf und Autor Christian Heumader schildert in seinem neuen Buch "Milch" das Leben von Allgäuer Bergbauern. Wir zeigen berührende Bilder.
28.01.2021 | Stand: 12:53 Uhr

Berge, Kühe, Milch und Käse – dafür steht das Allgäu. Bergbauern und Bergbäuerinnen, die überwiegend traditionell wirtschaften, sorgen für das typische Landschaftsbild in unserer Region. Von Pfronten bis Oberstaufen, vom Bergstätt bis Oberstdorf.

Kaum einer kennt ihre Arbeit und ihren Alltag so gut wie der Buchautor und Dokumentar-Fotograf Christian Heumader aus Bad Hindelang. Der 67-Jährige ist tief mit der Allgäuer Natur- und Bergwelt verwurzelt. Insgesamt 25 Jahre war er selbst Älpler auf Alpen im Allgäu und im Lechtal. Von seinen zahlreichen Kontakten profitierte er für sein neues Werk "Milch - Allgäuer Bergbauern und Bergbäuerinnen erzählen" (304 Seiten, 350 Bilder), das vor Kurzem im "Berg Weg Verlag" erschienen ist.

Darin schildern Bergbauern ihren Arbeitsalltag, erinnern sich an früher und sinnieren darüber, wie es weitergehen könnte. Längst ist auch ihre Welt im Umbruch. Für unsere Leser präsentiert Christian Heumader seine ganz persönlichen zehn Lieblingsbilder.

Bilderstrecke

Allgäuer Bergbäuerinnen und Bergbauern im Porträt

Die Arbeit der Bergbäuerinnen und Bergbauern im Allgäu gilt für viele als ein Stück heile Welt. Dabei stehen die Familienbetriebe mit 10 bis 20 Kühen oftmals vor besonderen Herausforderungen.

Einerseits nehmen sie nach wie vor manche Handarbeit auf sich und bewirtschaften nicht nur maschinengerechte Tallagen, sondern auch Steilhänge, sowie abgelegene und schwer zugängliche Bergwiesen. Zusätzlich produzieren sie gesunde und hochwertige Lebensmittel, die sich von industriell hergestellten Produkten deutlich unterscheiden.

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Doch sie bewegen sich in einem schwierigen Spannungsfeld zwischen Betriebswirtschaft-lichkeit, amtlichen Vorgaben, Tierschutz und Naturverträglichkeit. Ihr Wissen hat sich aus den Erfahrungen und Beobachtungen früherer Generationen entwickelt und über Jahrhunderte bewährt. Dennoch können auch sie auf Dauer nicht ohne moderne, zeitgemäße Technik wirtschaften.

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"Ausgangspunkt für mich war die Frage: Müssen sie deswegen alles „Alte“ über Bord werfen? Oder ist das „Alte“ vielleicht in mancher Hinsicht zukunftsfähiger als das „Moderne“?", schildert Heumader die Herangehensweise.

Bereits zuvor hatte er die Bildbände "Hôndweark", "Hobiat" und "Holz" im Berg Weg Verlag veröffentlicht, mit denen über die Grenzen des Allgäus hinaus Leser begeistert. So widmete ihm der BR vor kurzem einen 14 Minuten langen eigenen Beitrag in der Sendung "Zwischen Spessart und Karwendel".