Aus der Nachbarschaft

In Vorarlberg kehren die Fans zurück ins Stadion

Auf solche stimmungsvollen Bilder muss der Fußballsport wohl noch eine Weile verzichten. In Vorarlberg, so wie hier beim SCR Altach, dürfen aber wenigstens wieder 100 Zuschauer pro Partie dabei sein.

Auf solche stimmungsvollen Bilder muss der Fußballsport wohl noch eine Weile verzichten. In Vorarlberg, so wie hier beim SCR Altach, dürfen aber wenigstens wieder 100 Zuschauer pro Partie dabei sein.

Bild: Archivfoto: Klaus Hartinger

Auf solche stimmungsvollen Bilder muss der Fußballsport wohl noch eine Weile verzichten. In Vorarlberg, so wie hier beim SCR Altach, dürfen aber wenigstens wieder 100 Zuschauer pro Partie dabei sein.

Bild: Archivfoto: Klaus Hartinger

In Vorarlberg darf Profisport wieder vor Zuschauern ausgetragen werden. In Stadien und Hallen sind aber zunächst nur maximal 100 Besucher zugelassen.
31.03.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Vorarlberg ist seit 15. März Pilotregion. Nicht nur Wirtshäuser dürfen unter Auflagen wieder Gäste begrüßen, im Ländle wird auch wahr, wovon Sportbegeisterte in Deutschland wohl noch länger nur träumen können: Es dürfen wieder Zuschauer in die Stadien und Sporthallen. Erstmals seit 3. November 2020.

Nur 100 Fans sind erlaubt

Allerdings ist dieses Privileg dem Profisport vorbehalten – und selbst dort wird die vorsichtige Öffnung mitunter kritisch gesehen. Denn erlaubt sind nur 100 Fans pro Partie. Und es gibt noch einen zweiten Haken: die Ausgangssperre. Die gilt in Vorarlberg nach wie vor von 20 bis 6 Uhr. Und damit kommt nicht jedes Sportevent für das Pilotprojekt infrage.

Zum Beispiel die Spiele des Eishockey-Erstligisten Dornbirn. Die „Bulldogs“ tragen ihre Partien zuhause in der Regel ab 19.15 Uhr aus. Sprich: Gerade einmal eines von drei Dritteln würde sich für die Zuschauer in der Messehalle ausgehen. Auch die Dornbirner Fußballer sind im Profigeschäft dabei. Beim Zweitligisten heißt es, die Kosten für Ordner und all das Organisatorische rund um ein Heimspiel seien zu hoch, um das Stadion für gerade einmal 100 Zuschauer zu öffnen. Ihr nächstes Heimspiel gegen BW Linz und das Derby gegen Austria Lustenau beginnen sogar erst nach 20 Uhr. Die Vorarlberger dürfen da ohnehin nicht mehr aus dem Haus.

Wer darf ins Stadion?

Eine weitere Frage: Wer darf denn überhaupt ins Stadion? Wie treffen die Vereine eine möglichst faire Auswahl für diesen kleinen Kreis? Das wiederum wird von Verein zu Verein anders handgehabt. Die Bundesliga-Fußballer aus dem kleinen Dorf Altach beispielsweise haben im jüngsten Heimspiel gegen den SV Ried ehrenamtliche Helfer eingeladen. SCRA-Geschäftsführer Christoph Längle erklärt, dass die Gäste nur mit negativem Test und auf personalisierten Sitzplätzen dabei sein dürfen. Im Stadion muss zudem FFP2-Maske getragen werden, die Imbissbuden bleiben geschlossen.

Beim benachbarten Zweitligisten Austria Lustenau durften ebenfalls Helfer und Sponsoren das West-Derby gegen Innsbruck auf den Rängen verfolgen. 100 Zuschauer in einem Stadion, das normalerweise ein Fassungsvermögen von 8000 hat. Geschäftsführer Vincent Baur würde sich eine prozentuale Auslastung wünschen. Der Verein habe schließlich viel in Hygiene-Konzepte investiert.

Verlosung unter Dauerkarten-Besitzern

Lesen Sie auch
Obwohl die Osterruhe am Mittwoch gekippt wurde, bleiben die Zuschauerränge beim Berliner Derby am Ostersonntag leer. Unser Foto zeigt den Blick ins Stadion An der Alten Försterei beim Spiel des 1. FC Union Berlin gegen den VfL Wolfsburg.
Fußball-Bundesliga

Auch ohne Osterruhe: Keine Zuschauer beim Berliner Fußball-Derby

Auch im Handball ist Vorarlberg gut aufgestellt. Mit Bregenz und Hard sind gleich zwei der österreichischen Top-Teams in der Region zuhause. In Hard sind sie glücklich darüber, dass wieder Stimmung in der Sporthalle am Bodensee ist. Der Verein verlost unter allen Inhabern von Saisonkarten jeweils 100 Tickets für die Heimspiele. Beim Eintritt ist ein negativer Covid-19-Test vorzuweisen. Das funktioniere bislang ganz gut. Seitens des Vereins heißt es: Die Verlosungen seien der momentan fairste Weg und ein Dank an die treuesten Fans.

Lesen Sie auch: Das Ei fliegt wieder - Allgäu Comets beim ersten gemeinsamen Football-Training