Rettungsdienst bei Arbeit belästigt

600 Feiernde: Polizei muss mit mehreren Streifen Party in Baisweil beenden

Partygäste wollten nicht gehen: Eine Feier in Baisweil ist am Samstagabend aus dem Ruder gelaufen.

Partygäste wollten nicht gehen: Eine Feier in Baisweil ist am Samstagabend aus dem Ruder gelaufen.

Bild: Sophia Kembowski, dpa (Symbolbild)

Partygäste wollten nicht gehen: Eine Feier in Baisweil ist am Samstagabend aus dem Ruder gelaufen.

Bild: Sophia Kembowski, dpa (Symbolbild)

Eine Party in Baisweil ist aus dem Ruder gelaufen: Laut Polizei bestand "Gefahr für die Teilnehmer". Die Beamten rückten mit mehreren Streifen an.
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Von Allgäuer Zeitung
19.09.2021 | Stand: 17:55 Uhr

In der Nacht zu Sonntag herrschte in der kleinen Gemeinde Baisweil nördlich von Kaufbeuren recht viel Trubel: Wie die Polizei berichtete, fand dort am Samstagabend eine größere Party mit mindestens 600 Teilnehmern statt. Die Party war bei der Gemeinde angemeldet, entsprechend der aktuellen Corona-Verordnung galt dort die 3G-Regel.

Zunächst gab es von Anwohnern Beschwerden über Ruhestörung, weil die Lautstärke immer größer wurde. Die Polizei kam und ermahnte den Veranstalter zur Ruhe. Laut Mitteilung, stellten die Beamten vor Ort fest, dass "die Stimmung unter den mindestens 600 Gästen bereits aufgeheizt war".

Rettungsdienst bei Arbeit von Betrunkenen belästigt

Kurze Zeit später wurde der Rettungsdienst zu einer massiv alkoholisierten Person gerufen. Sanitäter wurden bei ihrer Arbeit von alkoholisierten Partygästen belästigt. Deshalb rückte die Beamten erneut zur Unterstützung nach Baisweil an.

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Party mit 600 Gästen in Baisweil aufgelöst: "Wir wollten nur mit unseren Spezln feiern"

Da die Party laut Polizei außer Kontrolle zu geraten drohte, wurde der Veranstalter aufgefordert, die Party zu beenden. Zudem habe Gefahr für die Partygäste bestanden, weil überall viele zerschlagene Flaschen und Gläser herumlagen.

Die Partygäste wollten aber nicht gehen. Die Polizei forderte deshalb mehrere Streifen von umliegenden Inspektionen an und räumte das Veranstaltungsgelände. Personen wurden dadurch nicht verletzt.

Großeinsatz in Baisweil vor acht Wochen wegen Stadel-Party

Die Gemeinde Baisweil liegt im nördlichen Ostallgäu und hat rund 1.300 Einwohner. In den vergangenen Monaten gab es dort immer wieder größere Partys. Ende Juli musste die Polizei eine Stadel-Party mit 300 Personen auflösen, die Feier war damals nicht angemeldet. Bürgermeister Stefan Seitz hatte nach der aufgelösten Party Verstädnis für die Feiernden gezeigt. Die Jugendlichen seien lange Zeit „eingesperrt“ gewesen, da wundere es ihn nicht, dass sie wieder raus wollen.

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