B12-Ausbau

Abgeordneter Bernhard Pohl greift B 12-Gegner an

Die B12 (das Bild enstand bei Jengen im Ostallgäu) soll vierspurig ausgebaut werden. Den Widerstand gegen das Projekt kritisiert der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl.

Die B12 (das Bild enstand bei Jengen im Ostallgäu) soll vierspurig ausgebaut werden. Den Widerstand gegen das Projekt kritisiert der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl.

Bild: Mathias Wild

Die B12 (das Bild enstand bei Jengen im Ostallgäu) soll vierspurig ausgebaut werden. Den Widerstand gegen das Projekt kritisiert der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl.

Bild: Mathias Wild

Bernhard Pohl (Freie Wähler) kritisiert den Widerstand gegen das Verkehrsprojekt. Wen der Landtagsabgeordnete aus Kaufbeuren besonders im Visier hat.
14.08.2020 | Stand: 20:06 Uhr

Auf Unverständnis stößt beim Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl (Freie Wähler) der Versuch, eine „Fundamentalopposition“ gegen den vierspurigen Ausbau der B 12 zu organisieren. Im Visier hat der Kaufbeurer Abgeordnete dabei die Grünen. Er wirft ihnen vor, die Debatte „zur Unzeit“ zu führen und „demokratische Entscheidungen nachträglich in Frage“ stellen zu wollen.

Bernhard Pohl: "Widerstand gegen B12-Ausbau ist unredlich"

„Jeder kann in einer Demokratie für seine Überzeugung kämpfen. Wenn aber die Grünen als etablierte Partei ein für das Allgäu wichtiges Verkehrsprojekt auf der Zielgeraden stoppen wollen, wirft das Fragen auf“, sagt Pohl und ergänzt: „Als die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans beschlossen wurde, hätten die Grünen ihre Ablehnung formulieren und gegen den Ausbau kämpfen können.“ Nachdem die Entscheidungen gefallen seien und der Staat Geld in Planungen und Gutachten investiert habe, sei der Widerstand unredlich.

B12-Ausbau: Rücksicht auf Interessen der Ostallgäuer Gemeinden

Die Anliegergemeinden Buchloe, Jengen und Germaringen sowie betroffene Landwirte nimmt Pohl von seiner Kritik aus. „Natürlich müssen die Gemeinden im Rahmen des Anhörungsverfahrens ihre Bedenken im Detail vorbringen, ob das nun den Lärmschutz oder den Flächenverbrauch betrifft“, sagt Pohl. Die Einwände würden in einem rechtlich geregelten Verfahren bewertet und – soweit berechtigt – auch berücksichtigt.

Kritik von Bernhard Pohl zielt besonders auf die Grünen ab

Besonders befremdlich sei die Behauptung, dass der Bedarf nicht nachgewiesen sei. „Es hat sich ergeben, dass der Nutzen um ein Vielfaches höher ist als die Kosten. Das war Voraussetzung dafür, dass das Projekt in den vordringlichen Bedarf gekommen ist. Dazu gab es Gutachten zur Raumverträglichkeit, Schutz von Tierarten und zur Auswirkung auf den überörtlichen Verkehr. Das ist bei den Grünen und beim Bund Naturschutz aber bestens bekannt“, sagt Pohl.