Pforzen

Alle Bürger sollen mitanpacken

Engagement In Pforzen formieren sich verschiedene Arbeitskreise – von Biodiversität bis „Udo“
01.09.2021 | Stand: 15:12 Uhr

„Wir stehen vor großen Herausforderungen“, bilanzierte Pforzens Bürgermeister Herbert Hofer in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Deshalb soll die Bevölkerung in verschiedenen Arbeitskreisen mit eingebunden werden, man benötige viel ehrenamtliches Engagement sagte der Rathauschef. Die Aktivitäten der Arbeitskreise betreffen die Gegenwart, sind aber auch auf die Zukunft ausgerichtet.

In einem großen Informationsblock für die Ratsmitglieder stellten sich die Arbeitskreise vor, allen voran der AK Hammerschmiede, der sich mit dem Sensationsfund UDO beschäftigt. Der Kreis wurde auf Initiative des Bürgermeisters im November 2019 gegründet. Sprecher des Arbeitskreises ist Günter Wolf. Als vordringlichste Aufgaben schilderte er die lokale Präsentation und entsprechende Umsetzungsmöglichkeiten für das geplante Museum, eine Machbarkeitsstudie und die Bildung einer Trägerschaft.

Der Arbeitskreis Geschichte (derzeit sieben Mitglieder, Sprecher Rudi Stiening) befasst sich unter anderem mit der Aktualisierung der Ortschroniken, erarbeitet eine Häuserchronik, beschreibt die Flößerei auf der Wertach „Pforzen als Flößerdorf“, überschreibt alte Dokumente in moderne Schrift und wertet sie entsprechend für die Chroniken aus – so lautet die beispielhafte Aufzählung aus dem umfangreichen Aufgabenkatalog. Der AK Geschichte trifft sich regelmäßig immer am letzten Mittwoch im Monat um 14.30 Uhr in den Blöschstuben.

Zweiter Bürgermeister Josef Freuding stellte für mehrere Arbeitskreise die Aktivitäten in den Projekten Klosterspuren und Seenhüpfer vor, die im weitesten Sinne dem Oberbegriff Biodiversität zuzuordnen sind. Biodiversität ist Freuding ein besonderes Anliegen(wir berichteten). Dabei sollen alle Bürger, auch die Landwirte, eingebunden werden. Es gehe es in den Arbeitskreisen auch um Gemarkungen überschreitende Objekte. So solle laut Freuding ein Konzept für den Biotopverbund im Wertachtal zwischen der Stadt Kaufbeuren und der Gemeinde Pforzen erarbeitet werden. Das Konzept werde Grundlage für ein gemeinsames Projekt des Landkreises Ostallgäu mit der Gemeinde Pforzen und der Stadt Kaufbeuren sein. Die betroffen Flächen werden erfasst und anschließend Strategien erarbeitet, um sie ökologisch aufzuwerten.

Hofer, der sich ausdrücklich mit den Zielen der Arbeitskreise identifizierte, wies auf den zum Teil großen Zeitbedarf hin. Die Aufgaben seien nicht im Schnelldurchlauf lösbar, man müsse langfristig denken und vor allem benötige man die Hilfe von noch mehr Freiwilligen, die sich ehrenamtlich in „ihr Pforzen“ einbringen möchten.

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