Fußball

Als der BSK Neugablonz sein Sommermärchen feierte

Aufstiegsfeier BSK Neugablonz

Ausgelassen feierte der BSK Neugablonz den Aufstieg in die Bezirksliga im Jahr 2006. Danach ging es zwar für eine Saison zurück in die Kreisliga, seit 2009 spielt der BSK aber wieder – ununterbrochen – in der Bezirksliga.

Bild: Mathias Wild (Archivfoto)

Ausgelassen feierte der BSK Neugablonz den Aufstieg in die Bezirksliga im Jahr 2006. Danach ging es zwar für eine Saison zurück in die Kreisliga, seit 2009 spielt der BSK aber wieder – ununterbrochen – in der Bezirksliga.

Bild: Mathias Wild (Archivfoto)

Im Sommer 2006 stieg der BSK Neugablonz in die Bezirksliga auf. Das damalige Team der Schmuckstädter bestand aus bekannten Namen.
19.05.2020 | Stand: 14:25 Uhr

Die Fußballer des BSK Olympia Neugablonz warten derzeit wie alle bayerischen Vereine darauf, dass die wegen Corona abgebrochene Saison fortgesetzt wird. Aber der BSK hat einen besonders guten Grund: Die Schmuckstädter sind zur Zeit Dritter in der Bezirksliga und haben nur einen Zähler Rückstand auf den zweiten Platz. Vor Herbst wird es jedoch nicht weitergehen, das hat der Bayerische Fußballverband in den vergangenen Wochen klar gemacht.

Elf Jahre in der Fußball-Bezirksliga

Sollte Neugablonz in der Tat noch den Aufstieg schaffen, würden sie nach elf Jahren erstmals nicht wieder in der Bezirksliga antreten, in der sie seit Herbst 2009 ununterbrochen spielen. Die BSK-Kicker gingen davor für eine Saison in der Kreisliga an den Start, nachdem sie im Jahr 2006 ihr eigenes Sommermärchen geschrieben hatten. Während ganz Fußballdeutschland im Sommer 2006 eine tolle WM im eigenen Land erlebte, fing auch in Neugablonz ein kleines Fußballmärchen an.

Sommermärchen 2006: BSK feiert zweiten Aufstieg in Folge

2006 wurde nämlich der zweite Aufstieg in Folge gefeiert. Mit dabei war unter anderem Roman Slobodjanikov, heute Vorsitzender des Boxclubs Kaufbeuren. Er erinnert sich gerne an die damalige Zeit zurück. „Es war eine überragende Zeit. Wir waren ein echtes Top-Team. Mit vielen meiner Mannschaftskameraden hatte ich schon in der Jugend zusammen gespielt.“ Auch den damaligen BSK-Trainer Dragan Lazic kannte Slobodjanikov noch aus Zeiten in der B-Jugend.

Und Neugablonz zeigte, welches Potenzial in diesem Team steckt. In der Saison 2004/05 dominierten die Schmuckstädter mit 22 Siegen aus 24 Spielen und nur 22 Gegentoren die Kreisklasse. Die beiden Niederlagen, ein 0:1 gegen Hopferau-Eisenberg und ein 1:2 gegen Ruderatshofen/Aitrang seien „eher unglücklicher Natur“ gewesen. Bertoldshofen wurde dagegen mit 11:1 vom Platz gefegt, Bidingen mit 9:1, Trauchgau mit 8:2. Zwischenzeitlich legte der BSK eine 15 Spiele anhaltende Siegesserie hin.

Wie Neugablonz den Durchmarsch in die Bezirksliga schaffte

Was sich im Sommer 2005 noch nicht abzeichnete – auch die Kreisliga, in die der BSK aufgestiegen war, war für die Neugablonzer eine Nummer zu klein. Von 30 Spielen ging nur eines verloren, 23 wurden gewonnen. Erneut waren die Schmuckstädter Tabellenführer und schafften den Durchmarsch in die Bezirksliga. Die einzige Niederlage in der Saison 2005/06 kassierte der BSK in einem knappen Match gegen Wildpoldsried (1:2). Es war erst die dritte Pleite in zwei Spielzeiten, alle jeweils nur mit einem Tor Unterschied.

Dragan Lazic, Ali Ünal, Taner Coskun und Co.

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Neben Slobodjanikov standen damals Fußballgrößen der Region wie etwa Ali Ünal (der es mit Kaufbeuren später bis in die Landesliga schaffte) und Taner Coskun (zuletzt Trainer in Mauerstetten) auf dem Platz. Für Slobodjanikov endete der große Fußball-Lauf mit der Bezirksliga-Zeit in Neugablonz.

Roman Slobodjanikov blieb dem BSK treu

Er hatte eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann begonnen, somit blieb weniger Zeit für das runde Leder. Doch treu geblieben ist er seinem BSK über all die Jahre. Noch in der aktuell unterbrochenen Saison kam er gegen Bad Grönenbach zu einem Einsatz für die Schmuckstädter. Regelmäßig ist er Zuschauer bei Spielen der ersten Mannschaft und steht noch heute bei Matches der BSK-Reserve als Aktiver auf dem Spielfeld. „Ich bin mit der Entwicklung des BSK super zufrieden“, sagt Slobodjanikov.