Ringen TSV Westendorf

Am Ende war es richtig deutlich - Niederlage für Westendorf

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Matthias Einsle hat schon viele Siege gefeiert. Gegen den Hallbergmooser George Bucur gelang ihm fast eine Sensation.

Bild: Harald Langer (Archivfoto)

Matthias Einsle hat schon viele Siege gefeiert. Gegen den Hallbergmooser George Bucur gelang ihm fast eine Sensation.

Bild: Harald Langer (Archivfoto)

TSV Westendorf kassiert beim SV Hallbergmoos seine erste Saisonpleite in der Oberliga. Dabei wäre Matthias Einsle fast eine Sensation gelungen.
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Von tsv
27.09.2021 | Stand: 17:00 Uhr

Am Ende war es richtig deutlich: Der TSV Westendorf hat in der bayerischen Ringeroberliga den Auswärtskampf gegen den SV Siegfried Hallbergmoos mit 3:19 verloren. Für die Ostallgäuer war es nach den beiden Heimsiegen über Anger und Geiselhöring die erste Saisonpleite.

Der TSV trat die Reise nach Hallbergmoos nicht in Bestbesetzung an. So fehlten mit Simon Einsle und Nasrat Nasratzada zwei Siegringer. Die Gewichtsklasse bis 80 Kilo ließ der TSV leer, was zur Folge hatte, dass automatisch vier Mannschaftspunkte auf das Konto der Hallbergmooser gingen. Angetrieben von einigen mitgereisten Westendorfer Fans war der Großteil der Kämpfe dennoch knapp. Edris Fazeli verlor das erste Duell im leichtesten Limit gegen Abdullah Hasani mit 0:6-Wertungspunkten. Im Schwergewicht musste sich Felix Kiyek (Griechisch-römisch) Matthias Wimmer mit 4:7 geschlagen geben.

Den einzigen Sieg im ersten Durchgang holte Michael Steiner im Limit bis 61 Kilo, als er in einer engen Begegnung David Brand mit 1:1 (letzte Wertung) bezwang. Chancenlos war Anton Kremer, der von Florian Lederer auf beide Schultern gedrückt wurde. Markus Stechele (66 kg/Freistil) gab bei seiner 2:5-Niederlage gegen Thomas Kopp zwei Mannschaftspunkte ab. Zur Pause lag der TSV bereits mit 1:10 zurück.

Nach Wiederanpfiff hatte Felix Jürgens (86 kg/Griechisch-römisch) Michael Prill zum Gegner. Mit 0:4 gab er dieses Duell ab. Tizian Reggel zeigte eine tolle Leistung, verlor aber gegen Manuel Striedl mit 0:5. Der Heimsieg der Hallbergmooser stand längst fest. Doch die rund 200 Zuschauer in der Hallberghalle erlebten im vorletzten Kampf des Abends ein absolutes Highlight.

Matthias Einsle (75 kg) trat gegen den bundesligaerfahrenen George Bucur an. „Eigentlich habe ich gedacht, ich bekomme die Hucke voll“, meinte Einsle, da sein Gegner internationale Klasse besitzt. Doch nach zwei Minuten stand es immer noch 0:0. Als der Westendorfer im zweiten Durchgang auf 6:2 davonzog, war eine Überraschung fast perfekt. Doch als der Kampfrichter einen von Bucur angesetzte Kopfklammer statt mit zwei mit vier Wertungspunkten bewertete, kam der 34-jährige Rumäne noch mit einem blauen Auge davon. Weil er die höhere Wertung erzielte, ging der Kampf, der mit 6:6 endete, an den Hallbergmooser. „Das war schon bitter und sehr unglücklich für mich“, bilanzierte Einsle. „Es war ein Weltklassekampf“, lobte TSV-Ringerchef Thomas Stechele diesen Auftritt in den höchsten Tönen.

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Den letzten Kampf des Abends gewann Michael Heiß (75 kg/Griechisch-römisch) gegen Vladislavs Jakubovics mit 4:0. „Hallbergmoos hat eine super Truppe, die stark aufgestellt war. Wir hätten schon in Bestbesetzung auflaufen müssen, um was zu reißen“, so die Erkenntnis des Abteilungsleiters.

Cheftrainer Matthias Einsle attestierte seinen Jungs trotzdem einen couragierten Auftritt. „Es gab einige sehr enge Kämpfe, die wir verloren haben.“ Für Stechele hat Hallbergmoos verdient gewonnen. Das müsse man neidlos anerkennen, sagte Stechele abschließend.

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