Schwertransport kommt am Donnerstag

B17 gesperrt, Behinderungen auf der B12: Wieder Eurofighter-Transport nach Kaufbeuren

Bereits im Juni wurde ein Eurofighter auf einem Tieflader quer durch Kaufbeuren zum Fliegerhorst transportiert. Am Donnerstagabend folgt der zweite.

Bereits im Juni wurde ein Eurofighter auf einem Tieflader quer durch Kaufbeuren zum Fliegerhorst transportiert. Am Donnerstagabend folgt der zweite.

Bild: Mathias Wild

Bereits im Juni wurde ein Eurofighter auf einem Tieflader quer durch Kaufbeuren zum Fliegerhorst transportiert. Am Donnerstagabend folgt der zweite.

Bild: Mathias Wild

Ein Eurofighter der Bundeswehr wird Donnerstagnacht erneut nach Kaufbeuren transportiert. Wofür der Flieger gebraucht wird und welche Straßen gesperrt sind.
10.09.2020 | Stand: 18:34 Uhr

Schrittgeschwindigkeit statt Überschall: Zum zweiten Mal in diesem Jahr wird ein Eurofighter der Luftwaffe vom Fliegerhorst in Lagerlechfeld nach Kaufbeuren transportiert. Auf einem Lastwagengespann rollt der Kampfjet über die Bundesstraße 17, die A 96, die B 12 und schließlich durch Kaufbeuren bis er gegen 1 Uhr den Fliegerhorst erreicht.

Eurofighter-Transport: Hier sind die Straßen gesperrt

Wie die zuständige Verkehrspolizei mitteilt, soll der Spezialtransport am Donnerstag gegen 20 Uhr vom Lechfeld aus starten. Die B 17 ist dann auf beiden Fahrspuren in südliche Richtung gesperrt. Autofahrer müssen mit Behinderungen rechnen. Auf freier Strecke ist der Tieflader nur mit Tempo 50 unterwegs, an engen Stellen wird Schrittgeschwindigkeit gefahren.

Bei Landsberg verlässt der Schwertransport des elf Meter breiten und 16 Meter langen Kampfjets die B 17 und gelangt über die A 96 und die B 12 nach Kaufbeuren. Im B 12 Verteilerkreisel soll das Gespann gegen 23 Uhr ankommen und macht sich dann etwa zwei Stunden lang auf den Weg durch die Innenstadt. Die Route ist dieselbe wie im Juni, als der erste Überschalljet für Ausbildungszwecke von Lagerlechfeld nach Kaufbeuren transportiert wurde.

Bilderstrecke

Eurofighter-Transport durch Kaufbeuren

 

Warum fliegt der Eurofighter nicht nach Kaufbeuren und landet dort?

Zuvor waren die Maschinen stets im Kaufbeurer Fliegerhorst gelandet. Doch die Start- und Landebahn ist marode. Ob sie noch einmal saniert wird, steht noch nicht fest. Deshalb müssen die Eurofighter für die Ausbildung der Luftfahrzeugtechniker im Kaufbeurer Fliegerhorst nun nach Lagerlechfeld fliegen und von dort aus ihr Ziel auf der Straße erreichen. Die Maschine, die am Donnerstag anrollt, stammt vom Taktischen Luftwaffengeschwader 74 aus Neuburg und ersetzt ein älteres Modell in Kaufbeuren. Dieses wird in den nächsten Wochen – ebenfalls auf der Straße – abtransportiert. Der Abtransport eines Eurofighters im Juli wurde in der Wertachstadt von dutzenden Menschen und sogar Applaus begleitet.

Ampeln und Verkehrsschilder werden für den Eurofighter-Transport abmontiert

Heuer werden beide Schulungs-Eurofighter in einem Jahr kurz hintereinander ausgetauscht. Deshalb kommt es zu mehreren Schwertransporten. In der Stadt sorgt der Bauhof dafür, dass alles reibungslos läuft. Laut Leiter Georgio Buchs stehen an den Straßen entlang der Route bereits die nötigen Halteverbotsschilder. Seine Mitarbeiter montieren dann aktuell mehrere Ampeln und Verkehrsschilder ab, damit die teure Fracht ungehindert zum Fliegerhorst rollen kann.