Taekwondo RG Allgäu

Baden nach dem Bruchtest - TG Allgäu legt Prüfungen in Porec ab

Taekwondo

Abkühlung: Nach dem Prüfungsstress sorgte ein Bad im Pool für Entspannung bei den Taekwondokas.

Bild: Georg Streif

Abkühlung: Nach dem Prüfungsstress sorgte ein Bad im Pool für Entspannung bei den Taekwondokas.

Bild: Georg Streif

Acht Sportler der Taekwondogemeinschaft Allgäu absolvieren erfolgreich ihre Prüfungen zu verschiedenen Schwarzgurt-Graden. Die Trainingsdauer war heuer sehr lang.
15.09.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Acht Athleten der Taekwondogemeinschaft Allgäu (TGA) haben ihre Prüfungen zum Schwarzgurt bestanden. Dafür waren die Sportler ins kroatische Porec gereist, wo nicht nur die Vorbereitung, sondern auch die Prüfungen stattfanden.

Die Präparation der acht Mitglieder der TGA war außergewöhnlich lange. Sie wurden nach einem Jahr spezieller Vorbereitung durch den Lockdown kurz vor der geplanten Prüfung im Dezember 2020 unterbrochen. Danach wurden zahlreiche Online-Einheiten und Trainings zu Hause abgehalten. Als dann das gemeinsame Vereinstraining wieder möglich war, legten die Sportler den Schwerpunkt auf die Partnerübungen und erhöhten die Intensität stark. Innerhalb des alljährlich stattfindenden Sommer-Trainingslagers in Porec wurden sogar zwei bis drei Einheiten pro Tag absolviert.

Strenge Prüfer in Kroatien

Dort wurden dann auch unter den strengen Augen der Prüfer Michael Bußmann aus Eichstätt (Weltmeister Formen/8. Dan), Sandi Bilas aus Dachau (7. Dan) und Georg Streif aus Marktoberdorf (Chef-Bundestrainer/6. Dan) die Prüfungen von sechs Kaufbeurer, einem Ost- und einem Oberallgäuer abgelegt.

Technik, Formen, Freikampf

Inhalt der sehr umfangreichen Prüfung ist die Präsentation der bisher erlernten Techniken, insbesondere der Kicks mit dem Fuß, sowie die Steppschule, also das Bewegen auf der Kampffläche. Der ästhetische Teil des Taekwondo ist der Formenlauf, der Kampf mit imaginären Gegnern mit definierten Techniken und Abläufen, die fester Bestandteil der Prüfung sind. Weiterhin ist der sogenannte Ein-Schritt-Kampf zu absolvieren: Ein Gegner greift mit einer Hand oder Fußtechnik an, auf den entsprechend reagiert, und zwar abgewehrt oder ausgewichen und gekontert werden muss.

Die acht Absolventen der TGA (vorne) mit ihren Urkunden und Trainern.
Die acht Absolventen der TGA (vorne) mit ihren Urkunden und Trainern.
Bild: Georg Streif

Die folgenden Sparring- Einheiten sind Frei-Kämpfe mit Gegnern ohne Vorgaben, jedoch mit den Regeln, wie diese auch bei Olympia angewendet werden. Geprüft wird auch das Fach Selbstverteidigung, also die freie Verteidigung gegen Angriffe, wie diese auch auf der Straße vorkommen können. Abschluss der Dan-Prüfung ist in der Regel der Bruchtest, bei dem Fichtenholzbretter mit bis zu drei Zentimeter Stärke mit den Füßen und Händen durchgeschlagen werden müssen. In Porec mussten die Prüflinge allerdings danach nochmals 90 Minuten Wettkampfübungen und Sparring gegen verschiedene Gegner ablegen.

Vom Dan und dem Poom

Lesen Sie auch
##alternative##
Karate

Nach 35 Jahren als Karateka: Füssener erhält seltenen Gürtel

Ein Dan-Träger im Taekwondo ist berechtigt und verpflichtet, den schwarzen Gürtel zu tragen. Dieser hat die höchste Gürtelfarbe, die erreicht werden kann. Der vierte Dan ist die Vorstufe zum Großmeister und wird daher als Lehrer-Dan-Grad bezeichnet. Neu oder weiter aufgestiegen in den Kreis sind nach der Prüfung: Oliver Knecht aus Kaufbeuren und Marcus Frey aus Pfronten: 4. Dan. Robert Triebel aus Kaufbeuren: 2. Dan. Christoper Haug aus Betzigau: 2. Poom. Sebastian Martin und Lukas Kron aus Kaufbeuren: 1. Dan. Philipp Knecht und Nicolas Knecht aus Kaufbeuren: 1. Poom. Der Poom-Grad ist für Schwarzgurtträger bis zum 14. Lebensjahr. Ab dem 15. Jahr wird dieser als Dan benannt.

Der Verein bietet im Moment die Möglichkeit, an Schnupperstunden für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene teilzunehmen.