Nachhaltigere Kommunen dank Digitalisierung?

Bayernweiten Digitalwettbewerb in Kaufbeuren eröffnet

Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach gab am Montag in Kaufbeuren den Startschuss für den Wettbewerb „Kommunal? Digital!“. Dazu begrüßte sie Oberbürgermeister Stefan Bosse im Rathaus.

Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach gab am Montag in Kaufbeuren den Startschuss für den Wettbewerb „Kommunal? Digital!“. Dazu begrüßte sie Oberbürgermeister Stefan Bosse im Rathaus.

Bild: Harald Langer

Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach gab am Montag in Kaufbeuren den Startschuss für den Wettbewerb „Kommunal? Digital!“. Dazu begrüßte sie Oberbürgermeister Stefan Bosse im Rathaus.

Bild: Harald Langer

In Kaufbeuren ist der Wettbewerb "Kommunal? Digital!" eröffnet worden. Was es damit auf sich hat und was sich Ministerin Judith Gerlach dabei erhofft.
08.12.2020 | Stand: 06:15 Uhr

Die smartesten Ideen, wie Kommunen mit Hilfe der Digitalisierung noch nachhaltiger werden können, sucht das bayerische Digitalministerium. Den Startschuss für den Wettbewerb „Kommunal? Digital!“ gab am Montag in Kaufbeuren Digitalministerin Judith Gerlach zusammen mit Oberbürgermeister Stefan Bosse. Auch Kaufbeuren erwägt, seinen Worten nach, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Immerhin locken 500. 000 Euro Preisgeld.

Feuerwerk an Ideen erwünscht

„Wir hoffen auf ein Feuerwerk an Ideen“, von denen letztlich die Bürger profitieren sollen, erklärte Gerlach. Wichtig sei es ihr, mit der Digitalisierung auch die Nachhaltigkeit und damit den Klimaschutz voran zu bringen. In diesem Bereich seien die Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft, räumte die Ministerin ein. Sie halte es zudem für essenziell, neben den Bürgern auch den Unternehmen mehr Möglichkeiten zu bieten, ihre Verwaltungsangelegenheiten digital zu erledigen. Ein Betrieb habe im Schnitt 130 Verwaltungskontakte pro Jahr und damit viel mehr als ein Bürger.

Stadt will IT ausbauen

Bosse erklärte, die Stadt Kaufbeuren wolle trotz all ihrer finanziellen Probleme bei der Digitalisierung „keine Abstriche machen“ und diese weiter ausbauen. Die Verwaltung schlage dem Stadtrat für die aktuellen Haushaltsberatungen vor, die Stellen in der IT-Abteilung von jetzt 20 auf 27 aufzustocken. Zudem sei ein Budget von insgesamt zwei Millionen Euro – davon 250 .000 Euro für die Digitalisierung vorgesehen.

Mehr Homeoffice

Zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr habe die Stadt bereits ihre Telearbeit ausgebaut. 280 Beschäftigte und damit jeder, der es möchte, könnten jetzt von zu Hause aus arbeiten. Auch die Digitalisierung an den Schulen werde weiter verbessert, versprach Bosse. „Die Initiativen kosten Kraft und Geld, entfalten aber auch Möglichkeiten.“ Unterstützt werde die Stadt auch vom Digitalbeauftragten des Stadtrats, Alexander Uhrle, der seine Aufgabe sehr ernst nehme und auch den Kontakt zum Digital-Ministerium hergestellt habe.

Voneinander lernen

Uhrle erläuterte kurz, welche Angebote Kaufbeuren schon hat – etwa die Abfall-App oder die interaktive Stadtführung mit Quiz. Die IT-Abteilung sei aus seiner Sicht mehr als eine Kostengröße. Sie müsse Grundlagen schaffen, von denen am Ende alle profitieren. Den neuen Wettbewerb stufte Uhrle als bestens dafür geeignet ein, voneinander zu lernen, damit Deutschland am Ende auf der Digital-Autobahn auf die linke Spur wechseln könne.

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