Amazon am Flughafen Memmingen

Bundestagsabgeordnete Ferschl stellt sich gegen Amazon-Verteilzentrum

Gegen ein geplantes Verteilzentrum des Internet-Riesen Amazon am Memminger Allgäu-Airport (Bild) spricht sich die Bundestagsabgeordnete Susanne Ferschl aus.

Gegen ein geplantes Verteilzentrum des Internet-Riesen Amazon am Memminger Allgäu-Airport (Bild) spricht sich die Bundestagsabgeordnete Susanne Ferschl aus.

Bild: Matthias Becker

Gegen ein geplantes Verteilzentrum des Internet-Riesen Amazon am Memminger Allgäu-Airport (Bild) spricht sich die Bundestagsabgeordnete Susanne Ferschl aus.

Bild: Matthias Becker

Die Allgäuer Bundestagsabgeordnete der Linken fordert faire Wettbewerbsbedingungen. Was sie am Onlineversandhändler Amazon kritisiert.
11.01.2021 | Stand: 06:30 Uhr

An diesem Montag will der Memminger Stadtrat über das geplante Amazon-Verteilzentrum entscheiden. Susanne Ferschl, Allgäuer Bundestagsabgeordnete der Linken, rät von der Ansiedlung ab: „Deutschland hat ohnehin schon den größten Niedriglohnsektor in West-Europa und insbesondere die Löhne bei Amazon sind häufig so niedrig, dass von den Beschäftigten zusätzlich aufstockende Hartz IV-Leistungen in Anspruch genommen werden müssen.“

Amazon weigere sich seit Jahren, Tarifverträge abzuschließen

Ferschl verwahrt sich dagegen, dass der Staat dieses Niedriglohnmodell mitfinanziert, auf der anderen Seite aber kaum Steuern durch Amazon einnehme: „Das ist doch perfide“, erklärt die Abgeordnete. Sie verweist darauf, dass Amazon sich seit Jahren weigere, Tarifverträge abzuschließen, die für gute Entlohnung und Arbeitsbedingungen sorgen.

Ihr gehe es nicht darum, den Online-Versandhandel aufzuhalten, sondern für faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen: „Ansonsten bootet man den Einzelhandel aus“, heißt es in einer Pressemitteilung Ferschls.