Bundeswehr-Übung

Bundeswehr-Hubschrauber starten von Kaufbeuren aus ins Gebirge

Unter anderem mit dem SAR-Hubschrauber H145 übt die Bundeswehr demnächst im Alpenvorland.

Unter anderem mit dem SAR-Hubschrauber H145 übt die Bundeswehr demnächst im Alpenvorland.

Bild: Bundeswehr

Unter anderem mit dem SAR-Hubschrauber H145 übt die Bundeswehr demnächst im Alpenvorland.

Bild: Bundeswehr

Bundeswehr-Hubschrauber nutzen den Kaufbeurer Fliegerhorst als Ausgangspunkt. Die Besatzungen trainieren Flüge im Gebirge.
18.10.2020 | Stand: 12:18 Uhr

Über der Region kreisen bald wieder vermehrt Bundeswehr-Hubschrauber – allerdings bekommt die Bevölkerung nach Informationen der Bundeswehr davon wenig mit.

Transporthubschrauber werden nach Kaufbeuren verlegt

Das Transporthubschrauberregiment 30 aus Niederstetten (Baden-Württemberg) führt ab dem 26. Oktober eine vierwöchige Gebirgsflugausbildung im Deutschen Alpenraum durch. Dazu werden drei Transporthubschrauber vom Typ NH90 nach Bayern verlegt. Ausgangsbasis ist in den ersten beiden Wochen der Militärflugplatz Lechfeld. Ab dem 9. November wechseln die Heeresflieger dann für zwei Wochen auf den ehemaligen Militärflugplatz Kaufbeuren, zum Technischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe.

Eigentlich hätten die Übungsflüge in den Pyrenäen stattfinden sollen

Geflogen werden soll in verschiedenen Übungsgebieten des deutschen Alpenraums, zwischen den Allgäuer Alpen im Westen und südlich des Tegernsees im Osten. Ursprünglich sollten die Übungsflüge in den französischen Pyrenäen stattfinden, allerdings wurden sie wegen der Corona-Pandemie verlegt. Die Besatzungen werden während ihrer Ausbildung in die Besonderheiten des Gebirgsfluges eingewiesen. Dazu gehört das Fliegen in der alpinen Hinderniskulisse und das Landen auf Gipfeln, Höhengraten und in engen Tälern. Geflogen wird tagsüber und bei Dunkelheit bis 22 Uhr.

Gebirgsflüge: Wesentlicher Bestandteil des Ausbildungsprogramms

Im Mittelpunkt der Ausbildung steht die fliegerische Qualifikation der Hubschrauber-Besatzungen für Gebirgsflüge bei Tag und Nacht, nicht beteiligt sind Infanterieeinheiten wie die Gebirgsjäger. „Für Transporthubschrauberbesatzungen ist der Gebirgsflug ein wesentlicher Bestandteil im Ausbildungsprogramm“, erläutert der Niederstettener Regimentskommandeur Oberst Peter Göhringer. „Sie lernen dabei das Fliegen und Landen in schwierigen Regionen unter den besonderen atmosphärischen Bedingungen des Hochgebirges.“

Bundeswehr: Bevölkerung bekommt von den Übungsflügen wenig mit

Bereits angelaufen ist das Training der Besatzungen des neuen SAR-Hubschraubers von Kaufbeuren aus. (SAR: “Search and Rescue“, Suche und Rettung). Auch für sie gilt es, sich in ihrer alpinen Einsatzregion mit dem neuen Rettungshubschrauber H145 zurecht zu finden. Von den Flügen in dem weiträumigen Übungsgebiet werde die Bevölkerung laut der Bundeswehr wenig mitbekommen. Die Hubschrauber sind meist einzeln in den Übungsgebieten unterwegs und bleiben nur kurz an den verschiedenen Landeplätzen.