Ringen TSV Westendorf

Chris Kraemer ist deutscher Meister im Greco

Die beiden Westendorfer Ringer bei den Deutschen Meisterschaften in Frankfurt/Oder: Christopher Kraemer (links) kehrt mit dem Titel zurück, Vereinskollege Felix Kiyek kam auf Rang fünf.

Die beiden Westendorfer Ringer bei den Deutschen Meisterschaften in Frankfurt/Oder: Christopher Kraemer (links) kehrt mit dem Titel zurück, Vereinskollege Felix Kiyek kam auf Rang fünf.

Bild: Kiyek

Die beiden Westendorfer Ringer bei den Deutschen Meisterschaften in Frankfurt/Oder: Christopher Kraemer (links) kehrt mit dem Titel zurück, Vereinskollege Felix Kiyek kam auf Rang fünf.

Bild: Kiyek

Der Westendorfer Chrstopher Kraemer gewinnt alle Kämpfe bei der deutschen Meisterschaft im Griechisch-römisch. Felix Kiyek vom TSV hingegen hat keine Chance.
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Von Stefan Günther
30.05.2022 | Stand: 12:56 Uhr

Mit einer beeindruckenden Vorstellung hat Christopher Kraemer aus Westendorf das Finale bei den deutschen Einzelmeisterschaften der Ringer im brandenburgischen Frankfurt/Oder gewonnen. Der 26-jährige Griechisch-römisch-Spezialist ließ im rein bayerischen Duell gegen seinen künftigen Mannschaftskollegen vom SV Wacker Burghausen, Fabian Schmitt, keine Chance. Noch vor der Pause stand Kraemer als Sieger fest. Es ist die zweite Medaille für einen Westendorfer bei der Freistil-DM.

Durchmarsch in jeder Beziehung

Das war ein Titelgewinn mit Ansage. Kraemer hat von Beginn an die Konkurrenz beherrscht. Im Limit bis 60 Kilo gab der Bundeskaderathlet in drei Kämpfen überhaupt keine Wertung ab. Zum Auftakt kochte er den Schifferstädter Marvin Scherer technisch überlegen ab. Im Halbfinale war Gleb Titov aus Hüttigweiler ebenfalls chancenlos. Auch im Finale spielte Kraemer gegen Schmitt seine Cleverness und Routine aus. „Das war ein souveräner Auftritt. Man muss auch fairerweise sagen, dass Chris im Endkampf Fabian Schmitt schon körperlich überlegen war“, erklärt Westendorfs Greco-Cheftrainer Maximilian Goßner über den Gewinn der Goldmedaille. Kein Athlet konnte dem 26-Jährigen annähernd das Wasser reichen.

Es geht gleich wieder weiter

Zudem gingen die Konkurrenten Deniz Menekse und Etienne Kinsinger in der Gewichtsklasse bis 63 Kilo auf die Matte, was auch den Weg für Kraemer freimachte. „Wenn er international angreifen möchte, musste er den Titel holen. Hier ist er Profi genug“, sagt Goßner über den neuen deutschen Meister. Und Kraemer zog seinen Plan durch. „Obwohl die Gegner doch unangenehm waren, lief es für mich sehr gut“, sagt der Kaderathlet auch erleichtert. Lange ausruhen, ist aber nicht drin. Als Nächstes wartet ein Lehrgang mit der Nationalmannschaft in Hennef (NRW), ehe sogar zu seinem Trainingslager nach Österreich geht.

Vier Mal verloren

Chancenlos bei den Titelkämpfen in Brandenburg war Felix Kiyek. In all seinen vier Kämpfen ging er im Limit bis 130 Kilo vorzeitig als Verlierer von der Matte. „Es war sehr anstrengend, aber ich habe die Erkenntnis gezogen, dass ich trotzdem mitringen kann“, verweist Kiyek auf die Begegnung gegen Franz Richter (Frankfurt/Oder). Hier konnte er den Bundeskaderathleten sogar eine Passivität zufügen.

Keine Bange vor der Zukunft

Sein Gesamtfazit: „Meine Gegner hatten mehr Kraft, Gewicht und Ausdauer.“ Drei der insgesamt vier Gegner gehören auch dem Kader des Deutschen Ringer-Bundes an. Dennoch habe er in allen Kämpfen versucht, es ihnen nicht leicht zu machen. Kiyek ist zwar in Bayern die Nummer eins im Schwergewicht, nun hat sich der 22-Jährige zur Aufgabe gemacht, sich in den kommenden Jahren auch auf höherer Ebene bei den Männern zu etablieren.

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