Neu in Kaufbeuren

Corona beschäftigt den stellvertretenden Kaufbeurer Polizei-Chef

Eigentlich wollte er in Ruhe Kaufbeuren kennenlernen, aber wegen der Corona-Pandemie steht für den neuen stellvertretenden Polizeichef Florian Wallner Krisenmangement an erster Stelle.

Eigentlich wollte er in Ruhe Kaufbeuren kennenlernen, aber wegen der Corona-Pandemie steht für den neuen stellvertretenden Polizeichef Florian Wallner Krisenmangement an erster Stelle.

Bild: Mathias Wild

Eigentlich wollte er in Ruhe Kaufbeuren kennenlernen, aber wegen der Corona-Pandemie steht für den neuen stellvertretenden Polizeichef Florian Wallner Krisenmangement an erster Stelle.

Bild: Mathias Wild

Florian Wallner ist neuer stellvertretender Inspektionsleiter der Kaufbeurer Polizei. Der Schutz der Mitarbeiter steht bei ihm an erster Stelle.
03.11.2020 | Stand: 12:50 Uhr

Florian Wallner ist der neue stellvertretende Polizeichef von Kaufbeuren. Der 38-jährige Oberallgäuer trat im Oktober die Nachfolge von Reinhard Janko an, der heuer in den Ruhestand ging. Wallner ist zusammen mit seinem Chef Markus Ziegler vor allem mit der Personalführung in der Inspektion und der Corona-Pandemie beschäftigt.

Schutz der Kaufbeurer Polizisten steht im Vordergrund

Diese sei auch eine Herausforderung für die Polizei, sagt Wallner. Intern stehe der Schutz der Mitarbeiter an erster Stelle. Gleichzeitig müsse der Dienstbetrieb aufrecht erhalten werden. Wichtig sei es, die vom Infektionsschutz her nötigen Regeln „gut zu kommunizieren und konsequent umzusetzen“. Es müsse verhindert werden, dass sich die Kollegen zu stark durchmischen. Trotz dieser erschwerten Bedingungen fühlt sich Wallner in der Inspektion schon wohl. „Es herrscht hier ein gutes Betriebsklima und es fällt leicht, sich hier einzufinden“, sagt er. Kennenlernen will er auch noch die Stadt.

Erster Einsatz bei der Querdenker-Demo in Kaufbeuren

Seinen ersten Großeinsatz hatte Wallner bereits. Er war Einsatzleiter von etwa 30 Beamten bei der Demonstration der Gruppe „Querdenken 8341-Kaufbeuren“. Ansonsten ist er neben seinen Leitungsaufgaben vor allem für die Verfügung- und Ermittlungsgruppe und damit für den Tagdienstbetrieb in der Inspektion zuständig.

Florian Wallner hätte sich auf Zuschauer im Eisstadion gefreut

Seit dieser Woche steht auch extern das Thema Corona im Mittelpunkt. Es gilt, den Lockdown und die damit zusammenhängenden neuen Regeln zu überwachen. Wallner sagt erstmal danke an „die große stille Mehrheit, die alles umsetzt“. Er appelliert an alle, sich an die Vorschriften zu halten. „Jeder muss sich seiner persönlichen Verantwortung bewusst sein.“ Die Polizei suche mit den Bürgern immer erst das Gespräch, wenn es um die Einhaltung der Corona-Regeln geht. Aber der hohe Sieben-Tage-Inzidenzwert in der Region erfordere Disziplin. Auch für ihn selbst bringt die Pandemie Einschränkungen. So hatte er sich schon sehr auf die Eishockey-Spiele in Kaufbeuren gefreut. Doch die müssen derzeit ohne Zuschauer stattfinden.

Seit 2000 bei der Polizei

Doch vielleicht gibt es bis zum Ende seiner Aufgabe in Kaufbeuren auch wieder Zuschauer im Eisstadion. Wallner bleibt allerdings nur bis Frühjahr 2021 hier. Dann setzt er seine Laufbahn auf dem Weg zum höheren Dienst fort. Wallner wuchs in Niederbayern auf und ist bereits seit 2000 bei der Polizei. Nach seiner Ausbildung in München kam er 2004 ins Allgäu und fühlte sich hier sehr schnell wohl. Inzwischen liegt sein Lebensmittelpunkt mit seiner Familie im Oberallgäu.