Holzarbeiten

Dammsicherung: Bäume am Ingenrieder Weiher müssen weg

Auf dem Damm des Ingenrieder Weihers werden die Bäume und Sträucher entfernt. Dämme müssen frei sein weil sonst die Gefahr der Unterspülung drohe.

Auf dem Damm des Ingenrieder Weihers werden die Bäume und Sträucher entfernt. Dämme müssen frei sein weil sonst die Gefahr der Unterspülung drohe.

Bild: Mathias Wild

Auf dem Damm des Ingenrieder Weihers werden die Bäume und Sträucher entfernt. Dämme müssen frei sein weil sonst die Gefahr der Unterspülung drohe.

Bild: Mathias Wild

Entlang des Ingenrieder Weihers (Ostallgäu) müssen Bäume und Sträucher weichen. Der Damm muss zudem saniert werden, weil der Biber dort Schäden angerichtet hat.
18.02.2022 | Stand: 12:30 Uhr

Der Damm des Ingenrieder Weihers wird derzeit komplett gerodet. Alle Bäumen und Sträuchern entlang des etwa 100 Meter langen und zwölf Meter breiten Erdwalls müssen weichen.

Unterspülung droht

Dämme dürfen nicht bewachsen sein, da sonst die Gefahr der Unterspülung zu groß werde, heißt es von Seiten der Gemeinde Pforzen. Daher sind zwei Eschen und eine Lerche bereits im Vorfeld gefällt worden. Die restlichen Sträucher und Stauden, vor allem Haselnuss und Dornschlehen, lässt die Gemeinde bis Samstag entfernen.

Sanierung steht an

Der Damm müsse zudem saniert werden. „Weil der Biber dort Schäden angerichtet hat“, erklärt Markus Holzmann. Der Landwirt wohnt gleich nebenan, der Weiher und der Damm befinden sich zum überwiegenden Teil auf seinem Grund. Zudem solle die Höhe des Bauwerks auf ein Niveau angeglichen werden. „Die Dammkrone hat in der Mitte eine Mulde“, erläutert Holzmann. Bohrungen hätten zwar ergeben, dass der Zustand des Damms gut sei, jedoch habe der Biber entlang der Wasserlinie den Damm tief untergraben.

Vor dem Biber schützen

Von der Wasserseite her sollen Biberschutzmatten und eine Verbauung mit Grüntensteinen zukünftig verhindern, dass die Nager den Wall wieder schädigen.

„Mir tut es weh, dass man das alles roden muss weil das hier wie ein Biotop ist“, sagt Holzmann. Aber die Dammkrone müsse frei bleiben.

Bei Spaziergängern und Badegästen beliebt

Über den Damm führt ein bei Schulkindern und Spaziergängern beliebter Weg, der bislang idyllisch fast wie in einem Tunnel durch die Sträucher führte. „Den Weiher haben die Irseer Klosterbrüder vor hunderten von Jahren für ihre Karpfen angelegt“, erzählt der Landwirt. Im Sommer tummeln sich die Badegäste am Ufer.