Supermoto Peter Banholzer

Dann eben nächstes Jahr - Peter Banholzer am Podium vorbei gerast

Peter Banholzer

Auf dem Weg nach oben: Der dreifache Juniorenweltmeister und deutsche Vizemeister Peter Banholzer landete heuer nur auf Platz vier in der IDM. Nächste Saison soll es wieder eine höhere Platzierung werden.

Bild: Rd-Foto

Auf dem Weg nach oben: Der dreifache Juniorenweltmeister und deutsche Vizemeister Peter Banholzer landete heuer nur auf Platz vier in der IDM. Nächste Saison soll es wieder eine höhere Platzierung werden.

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Peter Banholzer aus Blonhofen wird Vierter in der Internationalen Deutschen Meisterschaft. Dabei wird dem Vizemeister das Podest erst im letzten Rennen vermasselt.
07.10.2021 | Stand: 17:30 Uhr

Alles war für Peter Banholzer angerichtet zum großen Finale in der Internationalen Meisterschaft in Großenhain. Der Vizemeister aus Blonhofen lag vor dem Rennen auf Platz vier, wollte aber unbedingt noch auf das Podium in der Gesamtwertung. Doch überrundete Fahrer und eine Teamordnung machten dem 25-Jährigen vom AMC Kempten einen Strich durch die Rechnung. Am Ende blieb er auf dem vierten Rang. „Das ist Race. Nächstes Jahr greifen wir mit neuem Motorrad wieder an“, erklärt er.

Nich mehr der junge Wilde

Banholzer ist inzwischen nicht mehr der junge Wilde, der die Etablierten herausfordert. Der 25-Jährige aus dem Team MH-Motorsport ist dreifacher Vizeweltmeister mit der Juniorenmannschaft, einigen Rennsiegen und natürlich Vizemeister 2020. Zudem hat sich sein Umfeld geändert: Zwar begleiten ihn immer noch Vater Ralf als Mechaniker und Mutter Tina (omnipräsent) zu den Rennen, doch sein Bruder Max fehlt. Der 22-Jährige ist diese Saison auf Motocross umgestiegen. Zudem hat Peter Banholzer im Frühjahr auch noch geheiratet.

St. Wendel als Bremsklotz

In dieser Saison gab es für ihn gemischte Resultate: Einerseits holte er sechs Podiumsplätze in zwölf Läufen, andererseits erlebte er in St. Wendel einen schwarzen Tag als ihm zuerst die Bremse und danach der Auspuff den Dienst quittierten. Um den Titel konnte Banholzer deshalb nicht mehr fahren, aber 16 Punkte auf Platz drei waren machbar. Das Training nutzte er, um mit seinem Vater die Husqvarna FS 450 optimal abzustimmen – ein Platz in der ersten Startreihe war der Lohn.

Wie in der Formel 1

Im ersten Lauf lag er gleich auf Platz drei, überholte dann einmal und machte Druck auf den Führenden. Doch überrundete Fahrer behinderten ihn, sodass Banholzer auf Platz zwei abgewunken wurde. Damit war Banholzer zunächst „sehr zufrieden“. Beim zweiten Lauf wurde er am Start etwas eingeklemmt, etablierte sich aber auf dem vierten Rang. Doch seine dauernden Versuche zu überholen blieben fruchtlos. Obwohl Banholzer eindeutig schneller war und der vor ihm liegende Fahrer laut Teamorder Platz machen sollte, ließ er den Blonhofener nicht vorbei – der deshalb als Vierter ins Ziel kam.

Das neuste Modell von Husqvarna

Am Ende fehlten ihm nur fünf Punkte auf den dritten Platz – weshalb er in der Gesamtwertung auf Rang vier blieb. „Nächstes Jahr werde ich von Anfang bis Ende der Saison auch mein eigenes Rennen fahren“, sagte Banholzer danach erzürnt. Dennoch war für ihn die Saison in Ordnung: „Peter hat dieses Jahr gute Rennen gezeigt, und es macht Freude ihn Fahren zu sehen“, bilanziert Tina Banholzer. Kommende Saison wird Peter Banholzer wieder in der IDM an den Start gehen: Denn das Team MH-Motorsport steht hinter ihm und Husqvarna wird ihm ein neues Sportmodell stellen.

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