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DEL2: Drei lehrreiche Drittel - nach dem Sieg des ESVK für die Towerstars

DEL2, Eishockey - Towerstars Ravensburg gegen EVS Kaufbeuren

Der ehemalige Kaufbeurer Julian Eichinger taucht gefährlich vor ESVK-Goalie Maximilian Meier auf. Ein Tor gelang dem jetzigen Verteidiger der Ravensburg Towerstars gegen seine Ex-Mannschaft.

Bild: Felix Kästle

Der ehemalige Kaufbeurer Julian Eichinger taucht gefährlich vor ESVK-Goalie Maximilian Meier auf. Ein Tor gelang dem jetzigen Verteidiger der Ravensburg Towerstars gegen seine Ex-Mannschaft.

Bild: Felix Kästle

Dem ersatzgeschwächten ESV Kaufbeuren gelingt ein 3:2-Sieg in Ravensburg. Die Towerstars mit drei ehemaligen Spielern des ESVK zeigen unterschiedliche Gesichter.
18.09.2021 | Stand: 11:36 Uhr

Die Analyse begann bei den Ravensburg Towerstars sofort nach der 2:3-Niederlage gegen den ESV Kaufbeuren. Trainer Peter Russell scharte seinen Betreuerstab inklusive Co-Trainer Marc Vorderbrüggen in seinem Büro um sich, um zu besprechen, was in den 60 Minuten zuvor zu besichtigen war: drei sehr lehrreiche, höchst unterschiedliche Drittel.

Die Towerstars legen stark los

Erstes Drittel: Obwohl es erst das zweite Vorbereitungsspiel für die Towerstars war, zeigten sie schon beste Kombinationen, mit ordentlich Zug zum Tor. Die 2:0-Führung dank der Tore von Martin Hlozek (9.) und Julian Eichinger (11.) war mehr als verdient. Kaufbeuren war anzumerken, dass in Sami Blomqvist und Brandon Gracel die zwei besten Stürmer fehlten. Immerhin hatten die Gäste in Goalie Maximilian Meier einen sicheren Rückhalt mit starker Fangquote. „Das erste Drittel war großartig. Wir haben viele Zweikämpfe gewonnen und das Spiel kontrolliert“, lobte Russell. „Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte auch Verteidiger Eichinger, der wie Defensivpartner Florin Ketterer und Denis Pfaffengut erstmals gegen die letztjährigen Kaufbeurer Kollegen spielte. Auf der anderen Seite war dem früheren Towerstars-Verteidiger Sören Sturm anzumerken, dass er gerne in die CHG-Arena zurückgekehrt war. Vor dem Spiel suchte er den Kontakt zu den früheren Mitspielern, nach der Schlusssirene applaudierte er in Richtung der Ravensburger Fanblöcke.

Die Joker schlagen eiskalt zurück

Zweites Drittel: „Wir haben den Fokus verloren, sind völlig unter unseren Möglichkeiten geblieben“, sagte Russell. Die Leistung der Towerstars in den zweiten 20 Minuten entsprach überhaupt nicht mehr dem, was sie im ersten Drittel abgeliefert hatten. „Jeder hat sein eigenes Ding gemacht“, analysierte auch Eichinger. Von guten Ideen oder schönen Kombinationen war nichts mehr zu sehen. Die Kaufbeurer nutzten dies Schwächephase eiskalt aus – und drehten die Partie durch die Treffer von Markus Lillich (26.), Max Oswald (30.) und Tyler Spurgeon (37.). Der ESVK konnte es sich sogar leisten, einen Penalty zu verschießen: Towerstars-Goalie Jonas Langmann hielt gegen Yannik Burghart. „Kaufbeuren hat das verdient“, anerkannte Russel die Leistung des Erzrivalen aus dem Allgäu, der zuvor in Füssen gewonnen und gegen Heilbronn verloren hatte.

Drittes Drittel: Der Schlussabschnitt blieb zwar torlos, war aber aus Towerstars-Sicht schon wieder deutlich ansehnlicher als die 20 Minuten zuvor. „Das war wieder besser, es ist aber noch viel Luft nach oben“, sagte Eichinger.

Ex-Kaufbeurer halten zusammen

Fazit: „Es war eine gute Lektion“, sagte Russell zu den drei ganz unterschiedlichen Dritteln. Insgesamt zeigte sich der Towerstars-Trainer zufrieden: „Wir kommen vorwärts.“ Auch Verteidiger Eichinger zog ein positives Zwischenfazit nach zwei Trainingswochen und zwei Vorbereitungsspielen (das erste endete 7:1 für die Towerstars beim Oberligisten Füssen). „Die Jungs haben uns super aufgenommen“, sagte Eichinger stellvertretend für die vielen Neuzugänge, von denen ihm sein direkter Mitspieler Florin Ketterer natürlich der nächste ist. Nach den gemeinsamen Kaufbeurer Jahren war für sie klar, weiter zusammen spielen zu wollen. Das erfüllte sich in Ravensburg. „Auf dem Papier sind wir eine Topmannschaft“, lautete Eichingers Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit. Nun müsse es darum gehen, bis zum Saisonstart am 1. Oktober „als Einheit zu arbeiten, ein Team zu sein und die Maßgaben des Trainers umzusetzen“. Dann sei in der DEL2 viel möglich.

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