Vorgezogene Winterpause wegen Corona

Der Ball rollt nicht mehr - Allgäuer Amateur-Fußballvereine in der Winterpause

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Diesmal ist es nicht der Schnee, der für eine vorgezogene Winterpause sorgt, sondern ein immer noch stark grassierendes Virus namens Corona. Die restlichen Spiele im Freien hat der Bayerische Fußballverband für seine Amateure nun abgesagt. Für die Halle steht eine solche Entscheidung noch aus.

Bild: Axel Schmidt

Diesmal ist es nicht der Schnee, der für eine vorgezogene Winterpause sorgt, sondern ein immer noch stark grassierendes Virus namens Corona. Die restlichen Spiele im Freien hat der Bayerische Fußballverband für seine Amateure nun abgesagt. Für die Halle steht eine solche Entscheidung noch aus.

Bild: Axel Schmidt

Der BFV zieht wegen der Corona-Zahlen in Bayern die Winterpause vor. Die Hallenrunde ist noch nicht abgesagt. Doch so richtig glaubt keiner an den Budenzauber.
27.11.2021 | Stand: 09:03 Uhr

Die Corona-Taskforce des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) hat gesprochen: Ab sofort ist Winterpause für alle Amateurfußballer und -fußballerinnen. Sämtliche für dieses Jahr noch vorgesehenen Partien in den BFV-Ligen und -Pokalwettbewerben im Herren-, Damen- und Juniorenspielbetrieb sind damit abgesetzt. Einzig die als Profiliga eingestufte Regionalliga Bayern – und damit der FC Memmingen – ist von dieser Entscheidung nicht betroffen.

Für viele ist dieser Schritt längst überfällig. Im Unterallgäu fallen seit zwei Wochen beinahe sämtliche Partien eines Spieltags aus. Entweder weil die Vereine mehrere Coronafälle in einer Mannschaft haben, oder weil man das Risiko einer Ansteckung nicht eingehen will. Weil es seitens der Spielleiter auch keinen allzu großen Druck mehr gibt, die Spiele nur unter den vom Verband vorgegebenen Voraussetzungen – Stichwort: Paragraf 94 – abzusetzen, konnten sich die Vereine untereinander mehr oder weniger absprechen. „Wenn sich die Vereine über eine Absage einig sind und einen Nachholtermin präsentieren, spricht nichts gegen eine Absetzung des Spiels“, sagt ein Spielleiter. Als Funktionär sei man sogar froh darüber, dass dies in Zeiten wie diesen derart unbürokratisch funktioniert.

Die Vereine sind froh

Die Vereine machten zuletzt ordentlich Gebrauch von diesem Recht, was zu einer beinahe vorgezogenen Winterpause geführt hat. Zumal nicht wenige Vereinsvertreter das Festhalten des Verbandes am Terminkalender trotz immens steigender Inzidenzwerte offen kritisierten. Nun kommt sie also, die Vorgabe des BFV, sämtliche Spiele im Amateurbereich abzusetzen und sich stattdessen in die Winterpause zu begeben. „Auch wenn die allermeisten Vereine ohnehin schon in der Winterpause sind, war es uns wichtig, auch den restlichen Teams eine Sicherheit in dieser unsicheren Zeit zu geben. Das machen wir mit dieser Entscheidung“, sagt BFV-Vizepräsident Robert Schraudner, der der Corona-Taskforce des BFV vorsitzt.

Indoor ist noch möglich

Sein Präsidiumskollege, Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, zeigt sich „trotz der aktuell prekären pandemischen Lage in unserem Land zuversichtlich, dass wir die Saison 2021/22 auch bis zum 30. Juni 2022 sportlich über die Bühne bekommen werden“. Was in der Pressemitteilung, die der BFV gestern zur vorgezogenen Winterpause herausgab, fehlt, ist eine Entscheidung, wie es in der Winterpause mit dem Hallenfußball weitergeht. Denn angesichts der Inzidenzen mag im Moment niemand so recht an Hallenfußball- oder Futsalturniere glauben. Im Gegensatz zum Nachbarverband aus Baden-Württemberg hat der BFV die Hallenrunde, egal ob auf Kreis-, Bezirks- oder Verbandsebene, noch nicht abgesagt.

Überschaubare Resonanz

Weil der BFV jedoch auf die Vereine mit Hallen als Ausrichter angewiesen ist, dürften die Klubs das letzte Wort haben. Polykarp Platzer, Spielleiter im Unterallgäu, hat jedenfalls schon allerhand Absagen kassiert. Er habe vor einigen Wochen die infrage kommenden Klubs angeschrieben und sie um eine Einschätzung gebeten. „Die Resonanz war sehr überschaubar“, sagt Platzer. Kein Wunder, sind die Vorgaben strikt und schwer umsetzbar. „Hawangen hat angeboten, an einem Termin zwei Turniere auszurichten“, sagt Platzer. Doch dabei stoße man an logistische Grenzen. Denn eine Kabinenbelegung wie bisher – zwei Mannschaften teilen sich eine Kabine – sei nicht mehr erlaubt. Im Ost- und im Oberallgäu hätten seine Kollegen gar keine Sporthallen für die Vorrundenturniere bekommen. Einzig für das Allgäuer Finalturnier sei Neugablonz als Austragungsort im Gespräch. Doch ohne Vorrunden wird es auch kein Finale geben. „Wir können ja schlecht auslosen, wer ins Finale kommt“, sagt Platzer. Auf Bezirksebene sei es ähnlich: Der Termin für das Finalturnier in Günzburg stehe, doch für die vorgeschalteten Qualifikationsturniere gebe es weder Termine noch Hallen.

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