Ringen TSV Westendorf

„Die Jungs sind motiviert“ - die Freistilringer des TSV Westendorf

Mannschaft TSV Westendorf 2021

Mathias Einsle ist Trainer der Freistil-Spezialisten - und geht bis 75 Kilo selbst auf die Matte.

Bild: TSV Westendorf

Mathias Einsle ist Trainer der Freistil-Spezialisten - und geht bis 75 Kilo selbst auf die Matte.

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Der TSV Westendorf startet in die Saison der bayerischen Oberliga. Die Spezialisten im Freistil sind geblieben. Ein alter Kämpe nimmt eine doppelte Rolle ein.
03.09.2021 | Stand: 14:26 Uhr

Vor zwei Jahren holte sich der TSV Westendorf souverän die Meisterschaft in der Ringer-Oberliga. Im vergangenen Jahr sorgte jedoch die Corona-Pandemie für massive Einschränkungen beim Training und insbesondere bei den Wettkämpfen. Das hatte zur Folge, dass es 2020 keinen Ligenbetrieb gab. Nun startet am kommenden Samstag die neue Saison in der Oberliga – und der Titelverteidiger ist wieder dabei. Im Freistil werden für den TSV Westendorf bewährte Kräfte antreten.

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Die Hausaufgaben sind gemacht. Was den Freistil-Kader bei den Ostallgäuern angeht, gibt es keine großen Änderungen. Westendorfs Aushängeschild Niklas Stechele wechselte bereits 2019 zum Bundesligisten SC Siegfried Kleinostheim. Männer-Cheftrainer Matthias Einsle kann aber wieder auf sämtliche Ringer wie schon vor zwei Jahren zurückgreifen. „Der Kader hat sich jetzt nicht besonders weiterentwickelt. Dennoch haben wir erfahrene Ringer in unseren Reihen“, sagt Einsle und verweist dabei auch auf Markus Stechele (*1997), der im Limit bis 61 Kilo auf die Matte geht.

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Dabei sind die Ringer wie Edris Fazeli (2000) noch jung: „Er ist einen Tick besser geworden“, freut sich Einsle obendrein über dessen Trainingsfleiß. Der gebürtige Afghane startet in der leichtesten Gewichtsklasse. Sein Landsmann Nasrat Nasratzada (1997) in der Klasse bis 66, Daniel Joachim (2002) bis 71 und Simon Einsle (1997) bis 80 Kilo komplettieren die Freistilriege.

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Fast. Denn auch Matthias Einsle (1992) geht als verantwortlicher Trainer noch auf die Matte. „Für mich hat es schon einen Nachteil, weil ich einer Doppelbelastung ausgesetzt bin“, erklärt der 29-Jährige. Die Jungs sehen ihn jedoch als Vorbild, was ihn natürlich sehr freut. „Ich fühle mich fit und das Wichtigste: Mir macht es immer noch Spaß.“ Einsle wird im Limit bis 75 Kilo starten.

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Die Bereitschaft der Ringer ist weiterhin ungebrochen: In der harten Phase der Corona-Zeit, in der kein Mattentraining erlaubt war, musste sich jeder individuell mit Kraft- und Laufeinheiten fithalten. Darum war es auch gut, dass damals schon die Voraussetzungen für ein gemeinsames Mattentraining unter Corona geschaffen wurden. „Die Euphorie hat kaum abgenommen“, erzählt Matthias Einsle nun von den willensstarken und ehrgeizigen Athleten, die nur eines wollen: Endlich wieder einen Kampf bestreiten. Die Vorbereitung sei gut verlaufen, „die Jungs sind motiviert“, berichtet der Männer-Cheftrainer weiter.

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Das trifft auch auf die beiden verantwortlichen Übungsleiter zu. Denn Einsle tauscht sich regelmäßig mit Greco-Cheftrainer Maximilian Goßner aus. „Wir ziehen nicht nur an einem Strang, sondern haben sogar die gleiche Ansicht.“ Das schwappt natürlich auf die gesamte Mannschaft über. Nicht einzelne Ringer stechen heraus, sondern das Team, betonen die beiden Trainer. „Es geht nur so. Wir gewinnen und verlieren zusammen.“