Jubiläum im Ostallgäu

Die "kleine Wies" kommt groß raus: Stöttwanger Pfarrkirche wird 275 Jahre alt

Für den Festgottesdienst wurde die Pfarrkirche St. Gordian und Epimach aufwendig geschmückt. Das Gotteshaus in Stöttwang wird heuer 275 Jahre alt.

Für den Festgottesdienst wurde die Pfarrkirche St. Gordian und Epimach aufwendig geschmückt. Das Gotteshaus in Stöttwang wird heuer 275 Jahre alt.

Bild: Karlheinz Stumbaum

Für den Festgottesdienst wurde die Pfarrkirche St. Gordian und Epimach aufwendig geschmückt. Das Gotteshaus in Stöttwang wird heuer 275 Jahre alt.

Bild: Karlheinz Stumbaum

Pfarrer Julius Kreuzer berichtet beim Festgottesdienst in der "kleinen Wies" von den Anfängen der Stöttwanger Pfarrkirche St. Gordian und Epimach.
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Von Karlheinz Stumbaum
14.09.2021 | Stand: 05:00 Uhr

Zu ihrem Jahrestag haben viele fleißige Hände die ohnehin herrliche Pfarrkirche in Stöttwang noch schöner hergerichtet. Sommerlicher Blumenschmuck und zahlreiche erhellte Kerzen, die in der Form eines Kreuzes in der Mitte des Kirchganges aufgestellt waren, trugen zum festlichen Gesamtbild bei.

Mit dem Gottesdienst am Sonntag fanden die Feierlichkeiten ihren Höhepunkt: Die Pfarrkirche St. Gordian und Epimach, auch „kleine Wies“ genannt, wird heuer 275 Jahre alt.

Dieses "Kleinod", über Jahrhunderte von genialen Bauherrn geschaffen und ausgestattet von vielen Künstlern, wird nicht umsonst mit der Wieskirche bei Steingaden verglichen und deshalb auch "kleine Wies" genannt.

Die Geschichte der Stöttwanger Pfarrkirche

Pfarrer Julius Kreuzer begrüßte zum Fest zahlreiche Gläubige aus Nah und Fern. Er erwähnte, dass die heutige Pfarrkirche in Stöttwang in den Jahren 1745/46 erbaut wurde. Man solle aber nicht in begrenzten Zeitspannen denken.

Die Kirche bestehe seit nunmehr über 2000 Jahren aus lebendigen Bausteinen – aus den Gläubigen. „Jeder Christ, hier in Stöttwang, aber auch weltweit, gilt als lebendiger Baustein der Kirche und steht im Zeichen des Kreuzes“, sagte Kreuzer. „Wir können uns vertrauensvoll in den Schatten des Kreuzes stellen.“

Vor 275 Jahren wurden 2158 Kinder gefirmt

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Zu seiner damaligen Amtseinführung in die Pfarrei Stöttwang habe er sich intensiv mit der Ortschronik beschäftigt. Darin sei sogar beschrieben, wie hoch die Materialkosten beim Kirchenbau zu Buche schlugen. Heutzutage müsste ein solches Projekt mit mehreren Millionen Euro veranschlagt werden.

Zur Zeit der Weihe, also vor 275 Jahren, verlieh der damalige Bischof aus Augsburg, Jakob von Mayr, 2158 Kindern das Sakrament der Firmung. Zuletzt waren es immerhin noch 50 Kinder, sagte Kreuzer.

Zum Abschluss der feierlichen Messe bedankte sich Pfarrer Kreuzer bei allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben.