Volleyball SV Mauerstetten

Die zwei Gesichter des SVM - großes Leistungsgefälle bei zwei Niederlagen

Auch Reklamieren half nicht: Der SVM verlor beide Heimspiele in der Bayernliga, wobei er zwei Gesichter gezeigt hatte.

Auch Reklamieren half nicht: Der SVM verlor beide Heimspiele in der Bayernliga, wobei er zwei Gesichter gezeigt hatte.

Bild: Mathias Wild

Auch Reklamieren half nicht: Der SVM verlor beide Heimspiele in der Bayernliga, wobei er zwei Gesichter gezeigt hatte.

Bild: Mathias Wild

Der SV Mauerstetten geht erst gegen Burgberg unter. Tags darauf bringt der SVM den Tabellenzweiten Planegg-Krailling an den Rand einer Niederlage.
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Von Max Merkel
24.01.2023 | Stand: 15:00 Uhr

Lediglich einen Punkt aus zwei Heimspielen verbuchten die Volleyball Damen 1 des SV Mauerstetten am vergangenen Wochenende für sich. Mit ihrer schlechtesten Saisonleistung waren die Gastgeber zunächst im Allgäu-Derby gegen den routinierten TSV Burgberg chancenlos und verloren mit 0:3 (21:25, 12:25 und 16:25). Am Sonntag zeigten die Schützlinge von Trainer Jürgen Malter aber eine gewaltige Leistungssteigerung gegen den TV Planegg-Krailling und rehabilitierten sich vor circa 90 begeistert mitgehenden Zuschauern. So gewannen sie den ersten (25:17) und dritten (25:19), verloren den zweiten (16:25) und vierten (13:25) Satz und unterlagen dem Tabellenzweiten erst in dem äußerst spannenden fünften Satz knapp mit 13:15.

Der SVM fast komplett, Burgberg mit Eva Schilf

Bis auf die verletzte Lea Weh bot der Heimverein im Derby gegen die Damen aus dem Oberallgäu den gesamten Kader auf: Nadine und Alissa Birk, Nelly Hatzenbühler, Mona und Sandra Gärtner, Franziska Holderried, Eva Kleiner, Eva Seidl, Caja Karpf, Marina Zabel, Ina Wahmhoff und Lara Schmid. So kam der SVM auf ein Durchschnittsalter von 19,6 Jahre, dem Burgberg unvergleichbar mehr Erfahrung entgegensetzte. Dabei organisierte eine überragende Eva Schilf, die jahrelang mit dem SV Mauerstetten sehr hochklassig gespielt hatte, ihre Abwehr dermaßen gut, dass die Einheimischen kaum einmal ein Durchkommen fanden.

Schwere Verletzung bei Miriam Flemming

So resignierte der SVM frühzeitig, fand nie in einen richtigen Kampf hinein und zeigte die bislang schlechteste Saisonleistung. Mona Gärtner, die selbst kurz in Sonthofen gespielt hatte und an diesem Tag zur besten Spielerin beim SVM gekürt wurde, versuchte vergebens, ihre Kameradinnen wachzurütteln. Auch nachdem sich die herausragende Angreiferin des TSV, Miriam Flemming, zu Beginn des zweiten Satzes ohne Fremdeinwirkung verletzt hatte und mit Verdacht auf Achillessehnenabriss ins Krankenhaus gebracht werden musste – der SVM wünscht ihr schnellstmögliche und gute Besserung – ließ sich der TSV nicht aus dem Konzept bringen. Sicher in der Abwehr erspielte er sich Punkt für Punkt und gewann schließlich klar.

SVM wie ausgewechselt

Doch am Sonntag spielte das Team des SVM wie ausgewechselt und nahm die Zuschauer, die zwei Tage hintereinander ihrem Verein die Treue gezeigt hatten, in einem guten und hinreißenden Spiel mit. Die Mannschaft zeigte im ersten Satz, was sie zu leisten in der Lage ist und wies den Tabellenzweiten mit 25:17 in die Schranken. Im zweiten Satz geriet der SVM allerdings nach gutem Anfang sehr schnell ins Hintertreffen – und die Damen aus den Münchner Vororten brachten den Satz durch (25:16). Auf Augenhöhe spielten anschließend beide Teams. Doch Sandra Gärtner blockte, Ina Wahmhoff schmetterte knallhart und genau, Mona Gärtner hatte Übersicht am Netz, und Marina Zabel und Eva Kleiner zeigten gute Angriffsbälle. Dazu steuerte Alissa Birk mit hervorragenden Aufschlägen, starker Blockabwehr und zielgenauen Schlägen aus dem Rückraum weitere Punkte bei und setzte die laufstarke Nelly Hatzenbühler ihre Angreiferinnen mit schnellen, genauen Bällen gekonnt ein. So gewann der SVM den dritten Abschnitt und hielt auch den vierten lange offen.

Dramatik im letzten Satz

Doch der TV Planegg-Krailling spielte sich in eine Hochphase – und gewann den Abschnitt. So ging es in den fünften Satz, in dem der SVM nach einem Rückstand mit 12:10 in Führung ging. Doch dann zeigte der TV, dass er zu Recht auf dem zweiten Tabellenplatz steht, kam auf 13:13 heran und gewann schließlich den Satz mit 15:13 und damit das Spiel 3:2.