Generalversammlung DJK Kaufbeuren

DJK Kaufbeuren setzt auf Kontinuität

DJK Generalversammlung 2021

Bei der DJK wurden drei Vorstandsmitglieder mit Isidoro Peronace (links), Michael Barnsteiner (Zweiter von links) und Willi Dressler (rechts) sowie der ehemalige Basketball-Cheftrainer Robby Fidone geehrt.

Bild: DJK Kaufbeuren

Bei der DJK wurden drei Vorstandsmitglieder mit Isidoro Peronace (links), Michael Barnsteiner (Zweiter von links) und Willi Dressler (rechts) sowie der ehemalige Basketball-Cheftrainer Robby Fidone geehrt.

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Gesamter Vorstand der DJK einstimmig wiedergewählt. Verein freut sich auf kleinen Neuanfang nach Corona und die neue Schraderhalle. Aber es gibt auch Rückschläge
06.10.2021 | Stand: 11:15 Uhr

In den für Sportvereine nicht ganz einfachen Zeiten der Corona-Pandemie setzt die DJK Kaufbeuren vor allen Dingen auf Kontinuität. „Auch für das Vereinsleben waren die vergangenen eineinhalb Jahre problematisch. Wir stehen jetzt vor einem kleinen Neuanfang nach dieser unschönen Zeit“, sagte der DJK-Vorsitzende Michael Barnsteiner auf der Generalversammlung, die erstmals seit 2019 wieder stattfinden konnte. „Wir blicken dennoch zuversichtlich in die Zukunft, es wartet aber viel Arbeit auf uns. Wir müssen weiter zusammenhalten“, so der Appell des Vereinschefs. Im ersten Schritt wurde dementsprechend der gesamte Vorstand in sämtlichen Ämtern einstimmig wiedergewählt.

Schade um die viele Mühe

Für Barnsteiner, der seit über 20 Jahren ununterbrochen im Führungsgremium der DJK dabei ist, bricht nun die definitiv letzte Amtszeit an. „Wir brauchen neuen Schwung, auch wenn ich es immer gern gemacht habe und auch die nächsten zwei Jahre noch gern mache“, sagte der pensionierte Polizeibeamte. Dadurch, dass die DJK kein Vereinsheim oder dergleichen habe und sich durch die beiden abgebrochenen Corona-Spielzeiten kaum Ausgaben ergeben hätten, sei der Klub finanziell gut aufgestellt, sagte Barnsteiner. „Dennoch ist es sehr schade um die viele Mühe und Arbeit, die für diese beiden Saisons zuvor stattgefunden hat. Man kann den Leuten, die unseren Verein durch die Pandemie getragen haben, nicht genug danken“. Die Wiederöffnung der Hallen im vergangenen Juni sei bisher sicherlich der Höhepunkt schlechthin in diesem Jahr gewesen. Ein weiterer stehe nun mit dem Saisonbeginn im Herbst an, prophezeite der Vorsitzende.

Die Finanzen stimmen

Die stabilen Klubfinanzen bestätigte Kassier Marcel Jutzi, der designierter Nachfolger Barnsteiners an der Spitze des Vereins in zwei Jahren ist. Für das Jahr 2019 legte er einen „normalen Kassenbericht mit noch ein wenig Gewinn“ vor, während 2020 natürlich ein „besonderes Jahr für alles und jeden“ gewesen sei. Durch die eingesparten Kosten, aber die trotz Corona ausgezahlten staatlichen Zuschüsse habe man den Gewinn nahezu verdoppelt. „Finanziell war die Pandemie daher im Grund nicht schlecht für die DJK“, meinte der Kassier.

Der Wunsch nach einer neuen Halle

Ein großes Thema war zuletzt der geplante Neubau der Schraderhalle. Der wird nun aller Voraussicht nach im kommenden Jahr beginnen. Sowohl Barnsteiner als auch die beiden Abteilungsleiter Verena Siegel und Isidoro Peronace berichteten von der „hervorragenden Zusammenarbeit“ mit der Stadt bei den Planungen. Zudem habe sich SPD-Stadtrat und DJK-Mitglied Pascal Lechler dabei großartig engagiert. „Wir kriegen eine tolle Halle“, freute sich Peronace. „Die Stadt hat uns gefragt, was wir wollen. Das war fast schon wie bei ‚Wünsch dir was!’ Fantastisch, dass so etwas möglich ist.“ Für die Bauphase, in der rund zwei Jahre überbrückt werden müssten, baue er auf die Solidarität anderer Vereine der Stadt und das „Zusammenrücken, das ja durch Corona in Mode gekommen ist“.

Eine Mannschaft wird abgemeldet

Ansonsten hatte der Abteilungsleiter der Basketballer aber auch schlechte Nachrichten: Mangels Personal muss eine der beiden Senioren-Mannschaften – voraussichtlich die „Zweite“ – aus dem Spielbetrieb abgemeldet werden. Auch im Jugendbereich gebe es nach wie vor dasselbe Problem: „Es geht quasi bei null los, wir haben sehr viele Anfragen. Nachwuchs ist zuhauf vorhanden, gerade bei den Mädchen. Aber wir brauchen unbedingt Trainer, es ist immer dasselbe.“

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Fast zwei Jahre ohne Training stellten auch die Volleyballer vor allem im Jugendalter vor große Herausforderungen, erklärte Abteilungsleiterin Siegel. Eigentlich würde sie gerne eine U14 und eine U19 melden für die nächste Saison. Doch nach der langen Trainingspause seien viele Mädchen einfach noch nicht so weit, wie sie sein müssten. Grundsätzlich sei sie aber froh, dass Corona keine Abmeldungen von Spielerinnen zur Folge hatte.

Zwei Altmitglieder verstorben

Schwer getroffen hat die DJK der Abschied von zwei jüngst verstorbenen Mitgliedern: zum einen von Erwin Müller aus der Gründungsgeneration, der dem Verein über 60 Jahre angehört hatte und auch lange im Vorstand tätig war – und zum anderen von Werner Haustein, der „die DJK wie kaum ein anderer gelebt hat“, erinnerte sich Barnsteiner ergriffen. Haustein sei Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Schiedsrichterwart gewesen – „ein absolutes Urgestein, seit Jugendtagen dabei und ein großartiges Organisationstalent, das den Verein mehr als nur einmal vor dem Aus gerettet hat“. Mit ihm und Müller habe die DJK zwei außergewöhnliche und prägende Persönlichkeiten verloren, die künftig sehr fehlen werden.