Mauerstetten

Drei Abende, drei Kandidaten

Nominierung Martina Burg will im März 2020 Rathauschefin in Mauerstetten werden. In der letzten von drei Aufstellungsversammlungen in der Gemeinde erreicht sie die Mehrheit der Stimmen
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Von Katharina Gsöll
21.11.2019 | Stand: 15:41 Uhr

Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 haben die Mauerstettener die Wahl zwischen drei Anwärtern auf das Amt des Bürgermeisters – beziehungsweise der Bürgermeisterin. Denn nach Armin Holderried in Steinholz und Werner Höbel in Frankenried wurde am Mittwochabend Martina Burg als dritte Kandidatin aufgestellt. Zur Nominierungsversammlung der Unparteilichen Wählergruppe Mauerstetten-Hausen – die dritte und letzte in der Gemeinde – waren über 450 Bürger in den Sonnenhof gekommen.

Gleich im ersten Wahldurchgang erreichte die gebürtige Regensburgerin Burg, die seit 20 Jahren in Mauerstetten lebt, die absolute Mehrheit mit 213 Stimmen. Für den amtierenden Bürgermeister Holderried stimmten 167 der insgesamt 421 anwesenden Wahlberechtigten, für den dritten Bewerber Höbel 39.

„Ich hatte fest gehofft, heute Abend nominiert zu werden und freue mich über das große Vertrauen“, sagte Burg nach ihrem Abstimmungserfolg. „Schließlich war es in den anderen beiden Versammlungen ja immer äußerst knapp.“ Deshalb sei sie mit großer Zuversicht in den Abend gegangen. Zur Erinnerung: In Steinholz unterlag Burg in der Stichwahl knapp Holderried (47:50), in Frankenried erreichte sie, ebenfalls in der Stichwahl, nur eine Stimme weniger als Höbel (62:63).

Burg sitzt seit 2008 im Mauerstettener Gemeinderat und möchte sich nach der Wahl 2020 – egal wie diese ausgeht – auf jeden Fall weiterhin in der Kommunalpolitik engagieren. Deshalb hat sie sie auch als Kandidatin für den Gemeinderat aufstellen lassen, für den Fall, dass sie als Bürgermeisterin nicht zum Zug kommt. „Meine Priorität liegt aber ganz klar auf dem Bestreben, Gemeindechefin zu werden“, sagte Burg auf der Nominierungsversammlung. Vor zwei Jahren sei sie zum ersten Mal gefragt worden, ob sie sich vorstellen könne, Bürgermeisterin zu werden. Sollte das klappen, werde ihr Fotostudio mit der angeschlossenen Postfiliale weiter bestehen, allerdings unter anderer Führung. Sie möchte die Bürger, wo immer es geht, in Entscheidungsprozesse einbinden und könne sich vorstellen, regelmäßig zu politischen Stammtischen einzuladen, die dem Austausch dienen sollen. „So kommt man eventuell auf ganz neue Ideen“, sagte Burg.