Ringen TSV Westendorf

Edelmetall für Westendorfer Ringer

BRV_Kaderturnier Kadetten © Matthias Fornoff

Das BRV-Team mit Trainern und Ringern: Im Bild sind auch die Westendorfer Maximilian Prestele (obere Reihe, 2. von links) und Luis Wurmser (obere Reihe, 2. von rechts) sowie Niklas Steiner (untere Reihe, 2. von links).

Bild: Matthias Fornoff

Das BRV-Team mit Trainern und Ringern: Im Bild sind auch die Westendorfer Maximilian Prestele (obere Reihe, 2. von links) und Luis Wurmser (obere Reihe, 2. von rechts) sowie Niklas Steiner (untere Reihe, 2. von links).

Bild: Matthias Fornoff

Niklas Steiner und Maximilian Prestele vom TSV Westendorf holen Medaillen beim Kaderturnier des DRV. Luis und Noah Wurmser haben hingegen richtig Pech.
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Von Stefan Günter
02.02.2022 | Stand: 05:30 Uhr

Drei Starter, zwei Medaillen: Niklas Steiner und Maximilian Prestele sind vom Kaderturnier des Deutschen Ringer-Bundes mit Gold und Bronze aus Heidelberg zurückgekehrt. Richtig Pech hatte Vereinskollege Luis Wurmser, der nach nur einem Kampf im Turnier die Segel streichen musste.

Noah Wurmser wird vorher krank

Und eigentlich hatte der Bayerische Ringer-Verband noch einen vierten Westendorfer nominiert. Doch Noah Wurmser konnte krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Statt der anfangs gemeldeten 24 Ringer aus bayerischer Sicht, schritten nur 19 Athleten über die Waage. Auch sonst verlief das Turnier anders ab als sonst. Coronabedingt gab es weder ein großes Tamtam noch Zuschauer. Nur Trainer und Ringer scharrten sich um die Matten. Insgesamt entsendeten die 16 teilnehmenden Landesorganisationen 141 Ringer. Davon gingen 68 im griechisch-römischen Stil, 73 im freien Stil auf die Matten.

Gold für Niklas Steiner

Nur vier Athleten kämpften im Limit bis 48 Kilo um den Turniersieg. Einer von ihnen war Steiner, der zum Auftakt seinem größten Konkurrenten, Damir Shifadugov von den Nürnberg Grizzlys, gegenüberstand. Weil sich beide gut kennen, gab es keinen offenen Schlagabtausch. Stattdessen agierten beide eher zurückhaltend, um keine Fehler zu begehen. Am Ende gewann der Westendorfer mit 2:0-Wertungspunkten. Knapp verlief auch sein zweiter Kampf gegen den Württemberger John Ketterling, den er aufgrund der zuletzt erzielten Wertung (6:6) besiegte. Keine Probleme hatte er dann im letzten Duell gegen Nick Schneider aus Sachsen, den Steiner vorzeitig auspunktete.

Bronze für Maximilian Prestele

Deutlich mehr Teilnehmer in seiner Gewichtsklasse hatte Teamkollege Prestele. 17 Ringer kämpften im Greco bis 60 Kilo um den Turniersieg. Bis zum Halbfinale lief alles nach Plan: Prestele gewann gegen Josef Herzau (Sachsen) mit 8:0 und ließ auch Philip Trapp (Hessen) beim 5:3-Sieg keine Chance. Doch im Halbfinale musste er sich dem späteren Turnierzweiten, Jason Gallinat (Mecklenburg-Vorpommern), klar mit 0:8 geschlagen geben. Doch im kleinen Finale holte der Westendorfer einen überlegenen Sieg über Danilo Hut (Sachsen).

Der Kampfrichter hat entschieden

Nur einen Kampf bestritt dagegen Luis Wurmser in der Gewichtsklasse bis 65 Kilo. Der Freistilspezialist verlor gegen den Württemberger Paul Steinhilber nach einer fragwürdigen Kampfrichterentscheidung und der zuletzt gegebenen Wertung für seinen Gegner mit 2:2. Weil Steinhilber nicht das Finale erreichte, war für den Westendorfer das Turnier vorzeitig vorbei.

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„Alle Ringer haben gekämpft und ihr Bestes gegeben. Doch wir haben noch einige Defizite, die es gilt, aufzuarbeiten“, resümierte der hauptamtliche Landestrainer des BRV, Matthias Fornoff, die Leistungen von Prestele und Steiner. Die Bundestrainer Maik Bullmann (Griechisch-römisch) und Marcel Ewald (Freistil) richten den Fokus auf die im April stattfindenden deutschen Einzelmeisterschaften. Erst danach entscheidet sich, ob Ringer vom TSV Westendorf zu weiteren Lehrgängen und auch internationalen Turnieren wie einer EM und WM berücksichtigt werden.