Abschlussfeier

Ein besonderer Jahrgang: Pilotprojekt an der Landwirtschaftsschule in Kaufbeuren

Die Absolventen der Landwirtschaftsschule Kaufbeuren stellten sich einem Pilotprojakt.

Die Absolventen der Landwirtschaftsschule Kaufbeuren stellten sich einem Pilotprojakt.

Bild: Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten

Die Absolventen der Landwirtschaftsschule Kaufbeuren stellten sich einem Pilotprojakt.

Bild: Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten

Die ersten Absolventen schließen die Landwirtschaftsschule Kaufbeuren nach einem Pilotprojekt ab, das neue fachliche und gesellschaftliche Entwicklungen berücksichtigt.
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Von Allgäuer Zeitung Redaktion
11.08.2022 | Stand: 12:50 Uhr

Auf ein Pilotprojekt ließen sich zwölf Studierende der Landwirtschaftsschule Kaufbeuren ein. Der Schulversuch beinhaltete, die Schule in einem Block von zehn Monaten, statt wie bisher in zweimal fünf Monaten über zwei Winterhalbjahre zu absolvieren. Damit haben die Studierenden nun in zeitlich kompakter, passgenauer Form den Abschluss „Wirtschafter für Landbau“ absolviert.

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Begonnen hatte die Abschlussfeier mit einem Gottesdienst von Diakon Andreas Fischer. Für die musikalische Untermalung sorgte die vlf-Kapelle. „Ohne diesen Gottesdienst würde uns ein wichtiger Teil unserer Feier fehlen“, sagte Dr. Paul Dosch, Behördenleiter am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren. Beste Wünsche und den Auftrag, weiter zu lernen und sich im Dialog mit der Gesellschaft zu engagieren, überbrachten die Grußwortredner, stellvertretende Landrätin Angelika Schorer, Andreas Schmid, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), sowie der Vorsitzende des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung (vlf), Josef Müller, in einer unterhaltsamen Frage-Antwort-Runde ein.

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Auf den starken Wandel und die neuen Herausforderungen in der Landwirtschaft ging Dosch ein. Klimawandel, ein dynamisch wissenschaftlich-technischer Fortschritt, gesellschaftlichen Anforderungen und gesetzliche Auflagen: All dies habe die Landwirte zum Nachdenken und Umdenken gebracht. Der Schulversuch sei auch aus diesen Entwicklungen heraus entstanden. „Die Anforderungen ändern sich, und hier kann die Bildung, die landwirtschaftliche Fachbildung geeignete Impulse setzen“, sagte Dosch.

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Noch vor der Zeugnisübergabe ließen es sich die Studierenden nicht nehmen, den Spieß einmal umzudrehen. So wurden Schorer und Dosch in einer „Wer wird Millionär“-Runde verschiedene Fragen zum Thema Landwirtschaft und Allgemeinbildung gestellt. Alle zwölf Studierenden haben mit teils sehr guten Leistungen abgeschlossen. Das zeigt der Notendurchschnitt von 2,49. Jahrgangsbeste sind Florian Wörle aus Halblech, Tamara Seidl aus Pforzen sowie Tobias Dir aus Reichling. Alle drei erhielten ein Stipendium zur Förderung der beruflichen Weiterbildung. Dosch wünschte den Absolventen und Absolventinnen auch Zeit zum Leben, Zeit für die Familie. „Denn der Betrieb ist für die Familie da und nicht die Familie für den Betrieb.“

Das sind die Studierenden

Diese Studierende haben ihr Zeugnisse erhalten: Fabian Bach, (Friesenried), Fabian Bender (Langerringen), Tobias Dir (Reichling), Fabian Eberle (Hopferau), Markus Hinkofer (Oberostendorf), Michael Hipp (Seeg), Andreas Hitzelberger (Hopferau), Thomas Jörg (Prem), Aron Kuhn (Hopferau), Stefan Riedler (Stöttwang), Tamara Seidl (Pforzen) Florian Wörle (Halblech).(cj)