Ringen TSV Westendorf

Eindrucksvolles Comeback von Ringer Chris Kraemer

Poland Open / Ranking Series

Obenauf: Christopher Kraemer (in Rot) war in der Szene zwar im Griff bon Abdeldjebar Djebbari, doch der Überwurf misslang dem Algerier. Stattdessen besiegte der Westendorfer seinen Gegner vorzeitig mit 9:1-Punkten und holte am Ende Bronze.

Bild: Kadir Caliskan/uww

Obenauf: Christopher Kraemer (in Rot) war in der Szene zwar im Griff bon Abdeldjebar Djebbari, doch der Überwurf misslang dem Algerier. Stattdessen besiegte der Westendorfer seinen Gegner vorzeitig mit 9:1-Punkten und holte am Ende Bronze.

Bild: Kadir Caliskan/uww

Christopher Kraemer hat nach seiner Verletzung beim Ranking-Turnier der United World Wrestling in Polen Bronze geholt
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Von Allgäuer Zeitung
16.06.2021 | Stand: 14:30 Uhr

Eineinhalb Jahren stand Christopher Kraemer aufgrund einer Verletzung international nicht mehr auf der Matte. In Polen nahm der Kaderathlet des Deutschen Ringer-Bundes zum Aufbau deshalb am United World Wrestling teil. Der 25-Jährige trat dort in der nicht-olympischen Klasse bis 63 Kilo im griechisch-römischen Stil an.

Furios zum Auftakt

Gleich in seinem Auftaktduell im Viertelfinale trumpfte Kraemer gegen Abdeldjebar Djebbari auf. Mit 9:1 punktete der Bundesliga-Ringer des SC Siegfried Kleinostheim den Algerier vorzeitig aus und feierte damit einen Einstand nach Maß ins Pytlasinski-Turnier. Mit dem Japaner Ayata Suzuki hatte Kraemer im Halbfinale dann ein anderes Kaliber vor der Brust. Der Westendorfer führte gegen den Bronzemedaillengewinner der Asienmeisterschaften zwischenzeitlich zwar 3:0 und 5:3, doch konnte er kein Kapital daraus schlagen. Der deutsche Meister von 2019 geriet in eine Kopfklammer, was der Japaner eiskalt mit einer Viererwertung bestrafte.

Taktischer Fehler kostet Sieg

„Chris hat einen guten Kampf gemacht, allerdings durch einen taktischen Fehler den Einzug ins Finale hergeschenkt“, analysierte Bundestrainer Michael Carl und machte deutlich: „Man sollte jetzt nicht so viel hineininterpretieren. Das war ein Fehler aus dem Kampf heraus. Dennoch hat Chris eine starke technische Leistung geboten“. Carl zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt seines Griechisch-römisch-Spezialisten.

Locker im kleinen Finale

Und mit dem Algerier sei Kraemer gut zurechtgekommen. „Für ihn ist das allgemein ein guter Einstieg nach so langer Zeit“, sagte Carl. Keine Probleme hatte Kraemer bei seinem Duell im kleinen Finale gegen den Norweger Artor Hagerup. Nach einer zwischenzeitlichen 5:0-Führung drückte er den Skandinavier noch vor dem Pausengong auf beide Schultern.

Teilnahme hat sich gelohnt

„Ich habe eine Medaille. Es freut mich, dass ich nach eineinhalb Jahren international wieder anknüpfen konnte. Für mich ist es ein guter Zwischenschritt auf den Weg nach oben“, bilanziert Kraemer, dem besonders im Kampf gegen den Japaner ein paar Prozent und Abgeklärtheit gefehlt haben. „Ich weiß aber nun auch, wo meine Fehler liegen und woran ich noch arbeiten muss“, sagte der frühere Ringer des TSV Westendorf. Deshalb sei es für ihn eine gute Entscheidung gewesen, in Warschau aufzulaufen.

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