Ringen TSV Westendorf

Eine Aktion entscheidet den Kampf - Niklas Stechele im Finale gestoppt

Zwei Zweite: Niklas Stechele (links) und Andreas Walter (SC Isaria Unterföhring) gewinnen bei den nationalen Titelkämpfen jeweils die Silbermedaille.

Zwei Zweite: Niklas Stechele (links) und Andreas Walter (SC Isaria Unterföhring) gewinnen bei den nationalen Titelkämpfen jeweils die Silbermedaille.

Bild: Stechele

Zwei Zweite: Niklas Stechele (links) und Andreas Walter (SC Isaria Unterföhring) gewinnen bei den nationalen Titelkämpfen jeweils die Silbermedaille.

Bild: Stechele

Niklas Stechele holt Silber bei der deutschen Meisterschaft im Freistil. Der Westendorfer wird seiner Favoritenrolle gerecht und scheitert erst an seinem härtesten Konkurrenten.
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Von Stefan Günter
23.05.2022 | Stand: 15:00 Uhr

Niklas Stechele war ganz nah dran, doch Horst Lehr hatte das bessere Ende für sich: Bei den deutschen Meisterschaften der Männer im Freistil hat der Westendorfer das Finale um Gold knapp gegen den Ludwigshafener mit 1:4 verloren. Die Enttäuschung hielt sich beim 22-Jährigen aber in Grenzen. Insgesamt absolvierte der Ostallgäuer ein starker Turnier.

Taktisch auf höchstem Neveau

Es war ein taktisch geprägter Finalkampf auf höchstem Niveau. Beide Bundeskaderathleten sind im Limit bis 57 Kilo das Beste, was es in Deutschland aktuell gibt. Während Stechele 2022 bei der Europameisterschaft den fünften Platz belegte, stach sein größter Konkurrent bei den kontinentalen Titelkämpfen der U23-EM heraus. Lehr gewann die Goldmedaille. In Riegelsberg entschied nur eine Aktion den Kampf. Hier hatte der Europameister glücklich die Nase vorn.

„Wir hatten uns im Vorfeld eine gute Taktik zurechtgelegt, die er auch im Kampf 1:1 umgesetzt hat. Weil Niki eine weitere Aktivität gegen sich bekam, musste er offensiver werden“, attestiert Marcel Fornoff, hauptamtlicher Freistil-Landestrainer des Bayerischen Ringer-Verbandes dem Westendorfer trotzdem eine super Turnierleistung. „Das geht absolut in Ordnung.“

Souveräner Siegeszug

Auch TSV-Cheftrainer Matthias Einsle weilte vor Ort. Für ihn sei der Finalkampf ausgeglichen gewesen. „Für Niki ist der Vizetitel schon ein Erfolg. Hätte er Horst Lehr besiegt, wäre das richtig geil.“ Stechele selbst ist mit seinen Auftritten im Saarland dennoch zufrieden. „Die Kämpfe vor dem Finale waren zum Reinkommen ganz gut“, sagte der 22-Jährige. Zum Auftakt düpierte der Westendorfer Milan Altenburg (TSG Halle-Neustadt) mit 10:0-Wertungspunkten. Auch Florian Dauster (ASV Hüttigweiler) konnte den Ostallgäuer nicht stoppen, verlor vorzeitig. Im Halbfinale brachte Stechele den amtierenden deutschen Juniorenmeister ebenfalls an dessen Grenzen. Beim 10:0-Sieg gab der Bundesligaringer des SC Kleinostheim keinen technischen Punkt ab und erreichte dadurch souverän das Finale. Nach dem Gewinn der Silbermedaille gönnt sich der Kaderathlet des Deutschen Ringer-Bundes eine kurze Pause. Denn dann geht es schon wieder mit einem weiteren Lehrgang in der Sportschule Hennef weiter.