Basketball

Eine Verletzung trübt die gute Stimmung bei der DJK Kaufbeuren

Dogan Yalcin (Mitte) zeigte eine starke Leistung, musste dann aber verletzungsbedingt raus.

Dogan Yalcin (Mitte) zeigte eine starke Leistung, musste dann aber verletzungsbedingt raus.

Bild: Mathias Wild

Dogan Yalcin (Mitte) zeigte eine starke Leistung, musste dann aber verletzungsbedingt raus.

Bild: Mathias Wild

Nach dem Heimsieg gegen Illertal schwärmt Trainer Isidoro Peronace von der guten Leistung. Allerdings beklagt die DJK Kaufbeuren einen verletzten Spieler.
Dogan Yalcin (Mitte) zeigte eine starke Leistung, musste dann aber verletzungsbedingt raus.
Von Willi Dressler
07.10.2020 | Stand: 06:45 Uhr

Trotz etlicher Unwägbarkeiten und Fragezeichen ist der DJK Kaufbeuren der Saisonstart überraschend gut geglückt. Der Bezirksoberligist siegte zum Auftakt zuhause gegen Liganeuling BG Illtertal mit 74:63 (45:28) und hinterließ dabei einen mannschaftlich geschlossenen Eindruck. „Angesichts der Vorbereitung, die wir hatten und die eigentlich keine richtige war, haben wir wirklich ordentlich gespielt“, befand auch DJK-Trainer Isidoro Peronace. „Man hat gemerkt, dass die Jungs wieder Bock auf Basketball haben und dass der Teamgeist auch sofort vorhanden ist.“

DJK Kaufbeuren: Keine Spur von Corona-Lethargie

Von Corona-Lethargie vom Start weg keine Spur bei den Kaufbeuren, die das eigentliche Auftaktspiel eine Woche zuvor mangels Personal noch abgesagt hatten: Mit 20:13 ging das erste Viertel an die Hausherren, die über ihre beiden Center Max Beinhofer und Mario Smith ihre Überlegenheit unter dem gegnerischen Korb konsequent nutzten.

Obendrein funktionierte gegen die Gäste aus Illertissen-Vöhringen, die zu dieser Saison aus der Landesliga Baden-Württemberg in die Bezirksoberliga Schwaben „umgesiedelt“ worden waren, auch die DJK-Verteidigung bestens. „Wir kannten diese Mannschaft so gut wie gar nicht, wussten aber schon, wer die wichtigen Leute sind und haben sie einigermaßen im Zaum halten können“, beschrieb Peronace die Defensivbemühungen seiner Truppe. Zur Halbzeit lagen die DJK’ler mit 45:28 komfortabel in Führung.

Schockmoment für die Kaufbeurer Basketballer

Kurz nach dem Seitenwechsel gab es aber einen echten Schockmoment für die Gastgeber: Spielmacher Dogan Yalcin, der bis dahin mit 15 Punkten geglänzt hatte, kugelte sich beim Kampf um den Rebound den Arm aus und musste umgehend ins Krankenhaus gebracht werden. Wie lang der 25-Jährige ausfällt, werden weitere Untersuchungen in den kommenden Tagen ergeben. Die Kaufbeurer rechnen aber damit, dass sie mehrere Wochen auf den Aufbauspieler verzichten müssen. „Das saß sehr tief und tut es immer noch. Er ist für uns nicht zu ersetzen und genau das sollte in dieser Saison eben nicht passieren“, so der DJK-Coach.

Youngster Max Beinhofer ist bester Werfer der DJK Kaufbeuren

Deutlich angeschlagen gaben die Kaubeurer das dritte Viertel ab, gingen aber dennoch mit einem 59:45-Vorsprung in den Schlussabschnitt. Und dort schlug die große Stunde von Center Beinhofer. Der 19-Jährige, der auch als Torwart in der Fußball-A-Jugend des FC Memmingen spielt und mit seinen Qualitäten als „Ballfänger“ vor allem als Rebound-Spezialist gilt, war plötzlich als Scorer nicht mehr zu bremsen. Er erzielte sämtliche 15 DJK-Punkte im Schlussviertel im Alleingang – und war letztlich mit insgesamt 26 Zählern auch bester Werfer der Kaufbeurer.

Der erste Heimsieg gerät nicht mehr in Gefahr

Die Illertaler doppelten seinen Centerkollegen Smith immer wieder, wodurch sich großzügige Freiräume für Beinhofer ergaben, die der Youngster unaufgeregt in Punkte ummünzte. Allerdings schwanden bei der DJK die Kräfte deutlich. „Die konditionellen Defizite waren nicht zu übersehen nach der bescheidenen Vorbereitung“, war auch Peronace bewusst. „Dennoch wollten wir auch Dinge ausprobieren, für die wir bislang keine Zeit hatten. Dass dann Fehler passieren und einfache Punkte vergeben werden, ist nicht ungewöhnlich. Da sollte man im ersten Spiel noch Nachsicht zeigen.“

Mit 74:63 brachten seine Schützlinge angeführt vom überragenden „Big Man“ Beinhofer die Partie über die Ziellinie – ein erster kleiner Schritt in Richtung Klassenerhalt in Peronaces Augen: „Es liegt sehr viel Arbeit vor uns, aber es ist schön zu sehen, dass die Mannschaft Lust darauf hat.“