Bürgerversammlung in Oberostendorf

"Enttäuschend": Nur sieben Unterostendorfer bei Versammlung

Die Teilnehmer der Bürgerversammlung hatten viel Zeit, das Dorfgemeinschaftshaus zu besichtigen. (Archivbild)

Die Teilnehmer der Bürgerversammlung hatten viel Zeit, das Dorfgemeinschaftshaus zu besichtigen. (Archivbild)

Bild: Niklas Nett

Die Teilnehmer der Bürgerversammlung hatten viel Zeit, das Dorfgemeinschaftshaus zu besichtigen. (Archivbild)

Bild: Niklas Nett

Oberostendorfer Bürgermeister bedauert geringes Interesse der Bevölkerung im Ortsteil Unterostendorf. Führung durch das Dorfgemeinschaftshaus im kleinen Kreis.
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Von Klaus Thiel
06.09.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Die spontane Führung im kleinen Kreis durch das Dorfgemeinschaftshaus Gutenberg beendete die Bürgerversammlung für den Ortsteil Unterostendorf. Denn aus dem Nachbarort waren nur sieben Personen zu „ihrer“ Bürgerversammlung gekommen – eine Enttäuschung für Bürgermeister Helmut Holzheu und die anwesenden Mitglieder des Gemeinderats.

Einweihung fiel der Pandemie zum Opfer

Da die Einweihungsfeier des Gemeinschaftshauses im vergangenen Oktober der Pandemie zum Opfer gefallen war, wollte man den Nachbarn jetzt die Gelegenheit geben, sich mit dem Projekt „bekannt zu machen“.

Dionys Zech erkundigte sich nach dem Sachstand Trennung Gehweg von Fahrbahn und Bushaltestelle in der Gutenbergstraße in Unterostendorf. „Die Planung ist auf Eis gelegt“, antwortete Holzheu. Trotz aller Bemühungen – man sei inzwischen beim achten Planungsversuch – erfahre man nur Gegenwind, so auch keine Bereitschaft Grund abzutreten. Es sei wohl kein gemeinsamer Weg zu finden.

Nicht im Stillstand, sondern die Erweiterung der Kläranlage sei in der laufenden Planung antwortete Holzheu auf Dionys Zechs zweite Frage. So werde unter anderem ein zusätzlicher Schlammpolder angelegt. Auf die weitergehende Frage bejahte der Rathauschef die Notwendigkeit einer neuen Gebührenkalkulation.

Wie sieht die Zukunft für Vereine aus?

Hubert Scheifele sorgte sich um die Zukunft des Zentrums der Vereine, da wohl niemand für die Übernahme der Bewirtung und des Managements gefunden werde. Anton Trautwein, Zweiter Bürgermeister und Vorsitzender des vom Gemeinderat gegründeten Ausschusses, informierte die Versammlung, dass in Kürze ein Gespräch mit allen betroffenen Vereinsvorsitzenden stattfinden werde. Dort sollen sie ihre Vorstellungen erläutern, damit eine Lösung gefunden werden kann.

Umfangreiches Informationspaket

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Traditionell eröffnete Bürgermeister Holzheu die Bürgerversammlung mit einem Informationspaket und beschrieb die Situation der Kommune als insgesamt positiv. In Sachen Bauplanung befürworte der Gemeinderat das Vorhaben, auf dem Geigerareal eine Wohnsiedlung zu schaffen. Der Investor Geiger sei gleichzeitig Besitzer des Geländes. Ursprünglich seien 50 Wohneinheiten geplant gewesen. Auf Einwirken des Gemeinderats wurde die Größe auf 30 Wohneinheiten reduziert. Um den dörflichen Charakter der Ortschaft zu erhalten habe man damit die oberste Grenze erreicht, so Holzheu.