Blasmusik

Erstmals Online-Bläserprüfung im ASM-Bezirk Kaufbeuren

Im Bezirk Kaufbeuren wurden erstmals innerhalb des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes die praktischen Bläserprüfungen D1 und D2 via Internet-Konferenz abgenommen.

Im Bezirk Kaufbeuren wurden erstmals innerhalb des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes die praktischen Bläserprüfungen D1 und D2 via Internet-Konferenz abgenommen.

Bild: Christoph Kölle

Im Bezirk Kaufbeuren wurden erstmals innerhalb des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes die praktischen Bläserprüfungen D1 und D2 via Internet-Konferenz abgenommen.

Bild: Christoph Kölle

Elf Jungmusiker absolvieren ihren praktischen Test coronabedingt via Internet-Konferenz. Welche Überraschungen und Probleme es dabei gab.
Im Bezirk Kaufbeuren wurden erstmals innerhalb des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes die praktischen Bläserprüfungen D1 und D2 via Internet-Konferenz abgenommen.
Von Lucia Buch
04.12.2020 | Stand: 12:13 Uhr

Es sind gerade harte Zeiten für die Musikkapellen. Seit dem Frühjahr mussten fast alle Konzerte und Auftritte abgesagt werden, was sich jetzt besonders wieder in der Adventszeit bemerkbar macht. Vielerorts ruht der Probenbetrieb, und an ein großes Bezirksmusikfest war 2020 nicht zu denken. Was aber – trotz Corona – in dieser kulturellen Zwangspause stattfinden konnte, waren die jährlichen praktischen Bläserprüfungen in den Leistungsstufen D 1 und D 2. Als Pilotprojekt wurden diese im Bezirk Kaufbeuren des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) via Internet-Videokonferenz abgenommen.

Aus zahlreichen Musikvereinen

Die konkrete Vorbereitung hatte das Bezirks-Jugendleitungsteam mit Stefanie Schleifer und Michaela Klingler übernommen, und so trafen sich am ersten Adventswochenende insgesamt elf Prüflinge im Alter zwischen zwölf und 27 Jahren virtuell mit ihren Prüfern Stephan Gehring (stellvertretender Bezirksdirigent) und mit Klingler (stellvertretende Bezirksjugendleiterin). Geprüft wurde das Können auf den den folgenden Instrumenten: Querflöte, Klarinette, Trompete, Tenorhorn und Posaune. Die älteren Prüflingen ließen sich oft bereits auf ihrem Zweitinstrument begutachten. Bestanden haben zur Freude der Beteiligten am Ende alle Teilnehmer. Diese spielen in den Musikvereinen Irsee, Lamerdingen, Stöttwang, Dösingen, Westendorf, Pforzen, Buchloe, Bidingen. Eggenthal sowie bei der Tänzelfest-Knabenkapelle Kaufbeuren.

Kontrollblick ins ganze Zimmer

Auch organisatorisch fiel die Bilanz der ersten Online-Bläserprüfung rundum positiv aus: Alle Prüflinge hätten sich im gewohnten häuslichen Umfeld „sehr wohl und sicher“ gefühlt, berichtet Klingler. In einem Fall habe es aber eine amüsante Reaktion auf die Vorgabe gegeben, dass vor dem Vorspielen einmal der komplette Raum abgefilmt werden musste. Schließlich wollten die Prüfer sicher gehen, dass da tatsächlich der Prüfling und nicht jemand anderes im Hintergrund spielt: „Oh nein, dann muss ich mein Zimmer noch aufräumen...“

Höhe Töne kommen nicht optimal an

Technische Probleme größeren Ausmaßes habe es nicht gegeben. Allerdings störte das Prüfteam gelegentlich die Tatsache, dass bei der Internet-Übertragung gerade hohe Töne wie bei der Querflöte nicht immer optimal übermittelt werden. Dies musste bei der Beurteilung des Höreindrucks berücksichtigt werden. Auch Markus Schubert, der als Bundesjugendleiter des ASM ebenfalls zugeschaltet war, zeigte sich vom Ablauf der digitalen Prüfung positiv beeindruckt. Es werden somit vermutlich in der näheren Zukunft noch weitere Prüfungen im Allgäu-Schwäbischen Musikbund in dieser Form ablaufen. Allerdings hoffen nicht nur Prüfer und Prüflinge, dass möglichst bald wieder die gewohnten Abläufe bei der Blasmusik Einzug halten.