Block I in der Erdgas Schwaben Arena: Der Fanclub Rot-Gelb Buronia macht in der Fankurve Stimmung für den ESVK.
Bild: Mathias Wild
Block I in der Erdgas Schwaben Arena: Der Fanclub Rot-Gelb Buronia macht in der Fankurve Stimmung für den ESVK.
Bild: Mathias Wild
Im Jahr 2017 gegründet ist Rot-Gelb Buronia der jüngste von insgesamt sechs Fan-Clubs des ESV Kaufbeuren. Doch in Sachen Eishockey sind die rund 30 Mitglieder alte Hasen und halten ihrem ESVK seit vielen Jahren die Treue.
„Mein erstes Spiel habe ich bereits in der Saison 1994 gegen die Eisbären Berlin in Kaufbeuren erlebt, seitdem bin ich vom Eishockey infiziert worden“, erzählt Stefan Kleinheinz, der zusammen mit Robert Tschierse und Manfred Meier die Geschicke des Fanclubs lenkt. Doch die gesamte Gruppe verbindet in den langen gemeinsamen Jahren weit mehr als nur das Eishockey.
„Es sind auch private Freundschaften entstanden, die man nicht mehr missen möchte“, erzählt Tschierse, den alle nur als „Tschirre“ kennen. Die „Rot Gelben“ sind seit vielen Jahren Anhänger des ESVK und organisieren zusammen mit anderen Fanclubs die Fan-Züge oder die jüngsten Bus-Konvois.
„Natürlich lebt ein Fanclub in erster Linie durch das Miteinander zum Verein und der Mannschaft“, sagt Tschierse, der sich wünschen würde, dass auch mal Spieler oder Offizielle zu den Vereinsveranstaltungen kommen.
Bei aller Verbundenheit mit dem Verein sehen die Buronen hier und da dennoch ein paar Verbesserungsvorschläge. „Die Öffentlichkeitsarbeit könnte man sich noch etwas ausbauen, denn in der heutigen Zeit muss auch der langjährige Fan wieder emotional abgeholt werden.
Aber wir sind da gerne bereit, bei einem runden Tisch Ideen und Vorschläge zum Wohl des ESVK mit einzubringen“, wirft Kleinheinz als Anregung in die Runde. „Diskussionen im Fan-Forum sind generell sehr nützlich, sofern diese jedoch sachlich und ohne Emotionen geführt werden“, sagt Kleinheinz als aktiver User.
Nichts zu meckern haben die Fans vom Fanclub Buronia dagegen aktuell auf der sportlichen Seite. „Diese Entwicklung der Mannschaft war so nicht vorhersehbar, umso größer ist die Freude darüber.
Doch man muss aufpassen, denn die Abstände bis zum Tabellenende sind noch sehr gering, sodass zwischen Platz zwei und zehn alles möglich ist. Der sechste Platz wäre dagegen schon eine super Sache“, schätzt Kleinheinz.
Die fehlende Fan-Kneipe als Treffpunkt vor und nach den Spielen ist für Robert Tschierse und seine Mitstreiter ein kleiner Makel an jedem Spieltag. „Zwar haben wir vergangene Saison versucht, selbst mit Glühweinständen einen Treffpunkt für die Fans zu injizieren, doch so ein Treffen mit den Fans vom Gegner ist leider bei uns nicht möglich“, bedauert „Tschirre“, für den am Spieltag das Kribbeln bereits mit dem Frühstück beginnt.
Im Block I, die Heimat des Fanclub Buronia, fiebert er dann später mit den Kollegen und hofft auf einen Sieg der Joker – und der langjährige Fan Kleinheinz auf noch mehr Anklang: „Natürlich würden wir uns freuen, wenn sich alle im Stadion noch mehr an den Anfeuerungen beteiligen würden, doch wir sind aktuell schon auf einem guten Weg.“