Trainingsbesuch

ESVK-Talente schwitzen für den Erfolg

ESVK DNL U20 training

Die U20-Mannschaft des ESV Kaufbeuren bereitet sich derzeit auf dem Sportplatz des Jakob-Brucker-Gymnasiums auf die kommenden DNL-Saison vor.

Bild: Harald Langer

Die U20-Mannschaft des ESV Kaufbeuren bereitet sich derzeit auf dem Sportplatz des Jakob-Brucker-Gymnasiums auf die kommenden DNL-Saison vor.

Bild: Harald Langer

Mit einem abwechslungsreichen Trainingsprogramm bereitet sich die U20 des ESV Kaufbeuren auf die kommende DNL-Saison vor. Welche Schwerpunkte Trainer Daniel Jun setzt.

29.06.2020 | Stand: 16:20 Uhr

Atmen, dehnen, strecken. Ganz unter dem Motto Mobilität und Bewegung steht zur Zeit das Training der U20-Mannschaft des ESV Kaufbeuren. Das Team spielt kommende Saison in der Division 1 der DNL. Seit sieben Wochen bereiten sich die etwas mehr als 20 Spieler mit ihrem Trainerteam auf die Anfang September startende neue Spielzeit vor - immer unter Einhaltung der jeweiligen Hygieneregeln. Dabei ist das Programm abwechslungsreich gestaltet. Zwei Mal wöchentlich geht es, ganz wie man sich Sommertraining vorstellt, in den Kraftraum.

Schusstraining in der Erdgas-Schwaben-Arena

Zwei Mal in der Woche wird  draußen, auf Sportplätzen in Kaufbeuren, trainiert. Immer mittwochs trifft sich die Gruppe zu Steigungsläufen im Wald, samstags ist ein Schusstraining auf der eisfreien Spielfläche in der Erdgas-Schwaben-Arena geplant. Cheftrainer Daniel Jun ist begeistert. „Ich habe gute Jungs in der Mannschaft“, sagt er bei einer der Freiluft-Einheiten mit Blick auf die sich streckenden Athleten. Bis dato läuft das Programm einwandfrei. Nur Mannheim und Berlin, die großen Nachwuchsschmieden des deutschen Eishockey, hätten ähnlich schnell mit der Saisonvorbereitung begonnen.

U20 des ESVK: Wertvolle Verstärkung für das Trainerteam

Die Gymnastik-Übungen leitet Sven Wiesemann. Der 50-Jährige ist seit Jahrzehnten als Physiotherapeut tätig, ist vielseitig sportbegeistert, aber nie aktiver Eishockeyspieler gewesen. Dies mache ihn so wertvoll. Co-Trainer Andreas Becher sagt, Wiesemann sei vor drei Jahren geholt worden, um die Zahl der muskulären Verletzungen während der Saison zu verringern. Das habe geklappt. „Mit dieser Trainingseinheit wollen wir ein bisschen Ausgleich schaffen“, sagt Wiesemann mit Blick auf die zurückliegende, anstrengende Woche. Von anfänglichem Muskelkater berichtet auch Kapitän Philipp Krauß. Er ist voller Eifer dabei, auch wenn es noch Einschränkungen im Training gebe. Manche Inhalte seien in den vergangenen Wochen nicht möglich gewesen. Jun sieht die Mannschaft dennoch auf Kurs. „Wir sind zu diesem Zeitpunkt auf dem gleichen Level wie 2019“.

ESVK DNL Trainer Duo
Cheftrainer Daniel Jun (links) und Co-Trainer Andreas Becher bringen das DNL-Team auf Trab.
Bild: Harald Langer

Bei den ESVK-Talenten kommt auch ein Indiaca zum Einsatz

Während die Kaufbeurer Kufencracks sich auf den weitläufigen Außensportanlagen des Jakob-Brucker-Gymnasiums dehnen und ihre Muskeln stärken, wird ringsherum gesportelt. Eine Schülerin übt ihre Kampfposen, hinter ihr haben Schüler vier Rucksäcke zu zwei Fußballtoren umfunktioniert und kicken, daneben spielt eine Handvoll Jugendlicher Basketball. Wiesemann packt derweil das Sportgerät für die U20 aus: Einen Indiaca, eine Art plattgedrückter Tennisball mit Badminton-Feder. Je zwei Spieler sollen sich die Indiacas mit flacher Hand zuspielen. Die Stimmung ist bestens. „Danke, das hat mir einen guten Start ins Wochenende bereitet“, sagt Daniel Jun in die Menge. Wichtig sei, dass die Stimmung im Team passt und die Spieler eine Einheit bilden.

Die Aufgaben in der nun höheren Liga werden schwerer als zuletzt - da zähle der Charakter. „Wir haben gute Jungs im Team“, berichtet Jun. Alle arbeiten darauf hin, dass sie Anfang August erstmals wieder auf dem Eis stehen können. Geht mit Corona alles gut, könnte das DNL-Trainingslager in Kaufbeuren in der zweiten August-Woche starten. „Klar vermissen wir Eishockey. Darauf arbeiten wir alle hin“, sagt Krauß. „Wir haben wieder eine gute Woche hinter uns“, lobt Jun zum Abschluss, als sich alle an ihren Taschen versammeln.

ESVK: Training in Zeiten von Corona

Gesagt, verabschiedet. Ein bisschen Corona ist eben immer noch. Die gewohnte Verabschiedung fällt aus, gemeinsames Umziehen findet nicht statt. Die Spieler machen sich auf den Heimweg, über den Basketballplatz, vorbei an den Kampfsportlern und den Fußballern. Das Trainerteam um Jun, Becher und Wiesemann schwingt sich auf ihre Fahrräder. Auch sie kommen sportlich durch den Sommer. Jun radelt in Richtung Sonnenuntergang, nach Türkheim, wo er mittlerweile wohnt. Die neue Saison kann kommen.