Eishockey ESVK

ESVK zeigt Füssen Klassenunterschied auf

Eishockey Vorbereitung EV Füssen - ESV Kaufbeuren 2:7

Dicke Luft: Vor dem Tor des EVF war oftmals viel los – wie in der Szene mit Keeper Benedikt Hötzinger, Lubos Velebny und Fabian Voit. Letztlich gewannen die Joker deutlich mit 7:2

Bild: Benedikt Siegert

Dicke Luft: Vor dem Tor des EVF war oftmals viel los – wie in der Szene mit Keeper Benedikt Hötzinger, Lubos Velebny und Fabian Voit. Letztlich gewannen die Joker deutlich mit 7:2

Bild: Benedikt Siegert

Im zweiten Vorbereitungsspiel gelingt den Jokern ein klares 7:2 gegen den EV Füssen.
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Von Michael Lang
13.09.2021 | Stand: 13:43 Uhr

Mit 2:7 (1:3, 1:3, 0:1) unterlag der EV Füssen auch im zweiten Testspiel gegen einen höherklassigen Gegner aus der DEL2: Im Ostallgäuer Vergleich mit dem ESV Kaufbeuren war der EVF aber deutlich besser im Spiel als noch gegen Ravensburg zwei Tage zuvor. Die Joker waren aber die spielbestimmende Mannschaft und Füssen tat sich schwer, eigene Chancen zu kreieren. Der ESVK war auch läuferisch einfach deutlich stärker – und dennoch wurden die Wertachstädter mit viel Einsatz der Füssener immer wieder gebremst.

Jahrelanges Torhütergespann nun auf unterschiedlichen Seiten

EVF-Trainer Marko Raita begrüßte mit Florian Simon einen Verteidiger zurück, doch musste Neuzugang Andrei Taratukhin erneut passen. Bei den Torhütern gab es 30 Minuten lang das interessante Duell Benedikt Hötzinger gegen Maximilian Meier – Letzterer ist ja bekanntlich nach Kaufbeuren gewechselt. Zuvor waren die beiden jahrelang Teil des Füssener Goalieteams.

Die Gäste begannen vor nur 513 Zuschauern erwartungsgemäß mit viel Druck und gingen nach knapp fünf Minuten durch Starstürmer Sami Blomqvist in Führung. Danach ließ sich die Abwehr des EVF im Anschluss vom Mittelbully weg überlaufen und kassierte nur zehn Sekunden später bereits das 0:2 durch John Lammers. Die Antwort folgte aber prompt. Nach einem Fehlpass im Aufbauspiel des ESVK verkürzte Samuel Payeur im Doppelpass mit Marc Besl bereits in der 6. Minute auf 1:2. Danach nutzten die Füssener ein Powerplay nicht, hielten sich mit viel Kampf aber auch fast vier Minuten lang in eigener Unterzahl schadlos. Der gute Eindruck des EVF im ersten Drittel wurde durch ein Torgeschenk zum 1:3 etwas getrübt. In Scheibenbesitz im gegnerischen Drittel agierend waren nur noch Sekunden zu spielen. Dennoch lief Füssen noch in einen Konter, den Lammers ganze 0.1 Sekunden vor der Pausensirene verwertete.

Klare Angelegenheit im zweiten Drittel

Und auch im zweiten Drittel sah die Abwehrarbeit der Füssener beim 1:4 durch Sören Sturm nicht gut aus. Ein Stellungsfehler ließ dem Kaufbeurer Verteidiger viel zu viel Platz, den er auch nutzte. Vom EVF war in dieser Phase offensiv gar nichts zu sehen, der erste Torschuss gelang erst nach 33 Minuten durch Marc Sill – der 2009 kurzzeitig für den ESVK gespielt hatte. Da hatten die Gäste bereits ihren Torhüter gewechselt und John Lammers mit seinem dritten Treffer Benedikt Hötzinger aus spitzem Winkel zum 5:1 überrascht. Ein Überzahlspiel brachte durch Markus Lillich das 6:1 (35.). Dem setzten die Füssener aber nur zwei Zeigerumdrehungen später durch Samuel Payeur (Velebny, Besl) einen eigenen Powerplaytreffer entgegen.

Im Schlussdrittel hatten beide Teams gleich zwei große Chancen. Tyler Spurgeon scheiterte mit einem Alleingang an Hötzinger, der freigespielte Leon Dalldush setzte die Scheibe knapp über das Kaufbeurer Gehäuse. Das Tempo war nun nicht mehr so hoch, und der EVF konnte sich immer wieder im gegnerischen Drittel festsetzen. Zählbares gelang der heimischen Vertretung aber trotz aller Bemühungen bis zum Ende nicht mehr. Vielmehr markierte Joey Lewis per Schlagschuss von der blauen Linie noch das späte 7:2 (58.). „Das Spiel lief eigentlich gut. Wir haben unseren Plan, den wir uns vorgenommen haben, umgesetzt. Das war positiv", erklärte der Torschütze. Und Lewis hatte auch für Füssen ein Lob parat: "Ich habe einige gute Sachen gesehen. Füssen hat läuferisch gut mitgehalten. Aber wir haben unsere Chancen gut genutzt und waren in manchen Situationen einfach abgeklärter und ruhiger an der Scheibe.“

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