Saisonauftakt

Fans des ESV Kaufbeuren feiern riesige Party mit bitterem Ende

Zum Saisonstart des ESV Kaufbeuren haben Fans große Banner mit ins Stadion gebracht und an markanten Stellen in der Stadt aufgehängt – Anlass war das 75. Gründungsjahr des Vereins.

Zum Saisonstart des ESV Kaufbeuren haben Fans große Banner mit ins Stadion gebracht und an markanten Stellen in der Stadt aufgehängt – Anlass war das 75. Gründungsjahr des Vereins.

Bild: Harald Langer

Zum Saisonstart des ESV Kaufbeuren haben Fans große Banner mit ins Stadion gebracht und an markanten Stellen in der Stadt aufgehängt – Anlass war das 75. Gründungsjahr des Vereins.

Bild: Harald Langer

Joker verlieren ihr erstes Pflichtspiel der neuen DEL2-Spielzeit vor 2400 Zuschauern mit 2:4. Warum das zweite Drittel gegen Ravensburg der Knackpunkt war.
03.10.2021 | Stand: 12:52 Uhr

Der Saisonstart des ESV Kaufbeuren in der DEL 2: Er war in Kaufbeuren nicht zu übersehen. Fans hatten am Freitag an mehreren markanten Stellen der Stadt große Banner angebracht – Anlass war das 75. Gründungsjahr des Vereins. So schmückten Sprüche wie „75 Jahre Tradition, Stolz und Leidenschaft“ oder schlicht „Alles Gute“ das Stadtbild. Das Interesse an Eishockey in der Buronstadt ist ungebrochen, zum ersten Pflichtspiel vor Zuschauern im Rund kamen etwa 2400 Menschen – so viele, dass wegen des Andrangs vor den Toren auf einen pünktlichen Spielstart verzichtet wurde. Das Match gegen die Ravensburg Towerstars, das am Ende 2:4 verloren ging, begann mit knapp zehn Minuten Verspätung. Und es begann mit furiosen Jokern, die allein im ersten Abschnitt drei oder mehr Tore hätten erzielen können, wäre da nicht Ravensburg-Goalie Jonas Langmann oder der Pfosten im Weg gestanden. So kam es dann, wie es kommen musste. Ravensburg wurde im Mittelabschnitt stärker, Kaufbeuren schwächer und fing sich drei Gegentore.

Der Kapitän macht das erste Tor für die Joker

„Wir haben im ersten Drittel komplett dominiert“, bestätigte auch der diesmal in der dritten Angriffsformation eingesetzte Max Oswald. „Im zweiten Drittel sind wir durch Strafen ein bisschen aus dem Rhythmus gekommen“, meinte der 20 Jahre alte Angreifer. Die Joker müssten, meinte Oswald, einen Weg finden, abzustellen, „dass wir da so auseinanderbrechen“. Man könnte meinen, ein bisschen gelang das schon im Schlussabschnitt, als die Joker eine doppelte Überzahlsituation zum ersten Pflichtspieltreffer der Spielzeit nutzte. Der Kapitän selbst hatte die Ehre, erstmals vor Publikum zu jubeln – und das tat Tyler Spurgeon auch ausgiebig.

Für intensive Aufholjagd reicht es nicht mehr

Für eine intensive Aufholjagd reichte es nicht mehr, auf beiden Seiten fiel noch ein Treffer. Damit gingen die ersten drei Punkte der Spielzeit nach Ravensburg. „Beide Mannschaften haben gut gespielt. Beide haben die Mittelzone gut dicht gemacht,“ sagte ESVK-Coach Rob Pallin auf der anschließenden Pressekonferenz. Sein Team hätte den Puck zwar gut kontrolliert, es aber nicht vermocht, ihn auch in Richtung des Tores zu bringen.

Ungewohnte Zuschauerkulisse

Für die Joker problematisch gewesen sei auch die äußerst starke Leistung von Towerstars-Torwart Langmann, der schlicht keine Abpraller zuließ. „Er hat sehr gut gespielt, speziell im ersten Drittel“, lobte Pallin, dem die Erleichterung anzusehen war, dass wieder Fans im Stadion waren. Das freute unterdessen auch Max Oswald. Es hätte sich, sagte er, angehört, als wären es viel mehr gewesen als 2400. „Es war aber auch ein Stück weit ungewohnt, vor so vielen Fans zu spielen, aber es hat uns auch gepushed.“