Rieden

Feuerwehr an erster Stelle

„Feuerwehr ist ein großes Thema“ – mit diesen Worten setzte Riedens Bürgermeisterin Inge Weiß nicht nur für die jüngste Sitzung des Gemeinderats die Prioritäten. Der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses gehe voran und liege im Zeitplan. Nun stehe die letzte Auftragsvergabe, nämlich für den Fenstereinbau, bevor. Das Richtfest könne am Freitag, 24. April, dieses Jahres gefeiert werden. Die Fertigstellung und Einweihung des Gebäudes ist laut Weiß im kommenden Jahr vorgesehen.

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Von von Klaus Thiel
11.02.2020 | Stand: 16:04 Uhr

Innerhalb der nächsten fünf Jahre nach Fertigstellung will die Gemeinde den Kauf eines neuen Einsatzfahrzeugs einplanen und abschließen. Die Brandschutzleute seien ebenfalls neu einzukleiden. Vonnöten ist laut Weiß auch ein Aufenthaltsraum für die Feuerwehrler, denn die fortschreitende Klimaveränderung mit ihren extremen Wetterphänomenen erfordere ein geändertes Einsatzkonzept auch für die Freiwilligen Feuerwehren. Die Rathauschefin erläuterte, unterstützt von Kommandant Roman Schneider, die Vorteile einer neuen Zusatzalarmierung per App(wir berichteten).Sie werde noch weitere Details zu finanziellen Aufwendungen einholen und dann den Gemeinderat über die Anschaffung entscheiden lassen.

Zusammen mit Schneider berichtete die Bürgermeisterin über den Verlauf der kürzlichen Jahresversammlung. Die 34 Aktiven hätten ein ruhiges Einsatzjahr 2019 erlebt. Fünf Frauen seien inzwischen bei der Freiwilligen Feuerwehr, acht Gruppenführer und sechs Maschinisten mit 14 ausgebildeten Atemschutzpersonen bildeten quasi das innere Gerüst der Einsatztruppe. Bürgermeisterin Weiß lobte Roman Schneider, der die Eigenleistung der Feuerwehrleute beim Bau des neuen Hauses steuere und einen wesentlichen Beitrag für Einsparungen leiste.

Einstimmig handelte der Gemeinderat die Stellungnahmen zur zweiten Änderung des Flächennutzungsplans mit Blick auf das Gewerbegebiet Rieden Süd (Standort des neuen Feuerwehrgerätehauses) und des Gebietes Zellerberg Nord-Ost (mit Schulhaus Sportplatz, Turnhalle) ab. Die vom Architekturbüro Hörner und Bürgermeisterin Weiß abgestimmten Abwägungen wurden ohne Einwände und ohne weitere Diskussion gebilligt. Der Einwendung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, durch die Ausweitung des Gewerbegebiets werde der Landwirtschaft wertvolle Nutzfläche entzogen, folgte das Gremium nicht. Man benötige für das heimische Gewerbe dringend weitere Flächen, und die geplante Ausweisung gliedere sich an das bestehende Gewerbegebiet.

Die Bürgermeisterin berichtete zudem von einem Erfahrungsaustausch der Wasserversorgungsunternehmen beim städtischen Wasserwerk Kaufbeuren (die Kommune Rieden ist an Kaufbeuren angeschlossen). Der aktuelle Nitratwert für das Trinkwasser betrage 10,13 Milligramm pro Liter, der zulässige Grenzwert liegt bei 50. Die Gebühren blieben bis 2022 stabil. Tenor sei gewesen, dass die Trinkwasserversorgung auch unter dem Aspekt Klimawandel gesehen werden müsse.