Gerätehaus eingeweiht

Feuerwehr in Pforzen bezieht ihre neue Heimat

Geräumig, funktional und auch Heimat historischer Gerätschaften: das neue Pforzener Feuerwehrgerätehaus. Pfarrer Dr. Pius Benson bat um Gottes Segen für die Räume.

Geräumig, funktional und auch Heimat historischer Gerätschaften: das neue Pforzener Feuerwehrgerätehaus. Pfarrer Dr. Pius Benson bat um Gottes Segen für die Räume.

Bild: Harald Langer

Geräumig, funktional und auch Heimat historischer Gerätschaften: das neue Pforzener Feuerwehrgerätehaus. Pfarrer Dr. Pius Benson bat um Gottes Segen für die Räume.

Bild: Harald Langer

Die Feuerwehr in Pforzen (Ostallgäu) freut sich über ihre neue Heimat an der B 16. Eine Wache, die auch historisches Gerät beherbergt.

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Von Klaus D. Treude
16.06.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Zwar wurde das neue Feuerwehr-Gerätehaus in Pforzen in der Rekordzeit von zwei Jahren geplant und gebaut. Seit dem Bezug im August 2020 verging coronabedingt aber noch einmal fast ein ganzes Jahr bis zur Segnung, die jetzt stattfinden konnte. „Letztlich hätte man den Festakt aufgrund der aktuell geltenden Bestimmungen durchaus auch im größeren Rahmen feiern können“, sagte Bürgermeister Herbert Hofer, aber es sei in der Kürze der Zeit nicht mehr möglich gewesen, umzuplanen.

So fand die Feier mit vergleichsweise wenig Öffentlichkeit und unter strikter Einhaltung der Corona-Schutzvorschriften in der Fahrzeughalle des Gerätehauses statt. 2022 soll das große Fest nachgeholt werden, bei dem auch das 150-jährige Bestehen der 1871 gegründeten Pforzener Wehr mitgefeiert wird.

Lange Planung - dann ging's ganz schnell

Das alte Gerätehaus, berichtete Hofer, habe in mehrfacher Hinsicht nicht den Anforderungen an ein solches Gebäude entsprochen. Insbesondere die Abgasanlage wurde bei Inspektionen beanstandet. Bei der Suche nach einer Lösung habe er die Frage nach einem Umbau der ehemaligen Zimmerei Schwarz im Gewerbegebiet an der B 16 ins Spiel gebracht. Die Verantwortlichen waren aufgeschlossen, und dann ging es sehr schnell. Der Präsentation einer Machbarkeitsstudie der Firma Geiger (Oberostendorf) im Gemeinderat im Mai 2018 folgte der Baubeginn im Juni 2018. Die besondere Herausforderung, sagte Sebastian Geiger, sei der Umbau eines Bestandsgebäudes statt eines Neubaus „auf der grünen Wiese“ gewesen. Er lobte die außerordentlich gute Mitarbeit von Gemeinderat und Feuerwehr vor Ort. Am Ende sei ein funktionales Gebäude „ohne Protz und besonderes Augenmerk auf modisches Design“ entstanden, das die gesetzlichen Vorgaben erfülle. Immer habe man eine wirtschaftliche Lösung im Auge gehabt.

Viele historische Geräte

Feuerwehrkommandant Bernd Nather, der sich – wie der Bürgermeister meinte – „tagtäglich vor Ort kümmerte“, waren Freude und Stolz über das gelungene Werk deutlich anzumerken. Es sei „eine neue Ära des Brandschutzes in Pforzen“ eingeleitet worden. Alle Ortsteile seien vom neuen Standort aus schnell zu erreichen. Der Beweis sei bereits erbracht. Seit Bezug des neuen Domizils rückte die Wehr von dort bereits zu 16 größeren Einsätzen aus. In seinen Dank schloss er nicht nur seinen Amtsvorgänger Rainer Plevka ein, der sich intensiv in das Projekt einbrachte, sondern auch die Familien, die nicht nur während der Umbauphase oft genug „ihre“ Feuerwehrleute entbehren mussten. Er wies auch auf die liebevoll restaurierten historischen Gerätschaften hin, die die Empore der Fahrzeughalle zieren.

In die Zukunft gerichteter Bau

Alle Redner lobten die wirtschaftliche Bauausführung. Es sei ein zweckmäßiger, in die Zukunft gerichteter Bau für Unterbringung, Schulung und Verwaltung der Feuerwehr entstanden, großer Dank gebühre allen an Planung und Ausführung Beteiligten.

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Bevor er das neue Gebäude segnete, widmete sich Pfarrer Dr. Pius Benson auch dem schwierigen Dienst der Feuerwehrleute und bat um Gottes Schutz bei deren oft gefahrvollen Einsätzen. Die Frauen und Männer müssten stets wachsam sein, ständig in Bereitschaft und trügen oft ein hohes persönliches Risiko. Für den Feuerwehr-Dienst müsse man sich berufen fühlen.

Wie die Redner beim Festakt dankte er den Feuerwehrleuten für ihr Engagement. Ohne den selbstlosen ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehr sei wirksame Hilfe nicht denkbar, sagte Hofer. Sie sei ein „ganz wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens“, meinte stellvertretender Landrat Lars Leveringhaus. Kreisbrandrat Markus Barnsteiner würdigte die Wehr als „unverzichtbaren Bestandteil im Hilfeleistungssystem“.