Polizei und Feuerwehr im Einsatz

Feuerwerk bei Kaufbeuren trotz eines Verbots gezündet

Feuerwerk zum Wintererlebnistag im Kurpark Oberstaufen

Ein Feuerwerk am Sonntagabend bei Kaufbeuren war nicht genehmigt.

Bild: Benjamin Liss (Symbolfoto)

Ein Feuerwerk am Sonntagabend bei Kaufbeuren war nicht genehmigt.

Bild: Benjamin Liss (Symbolfoto)

Wegen der Corona-Krise und der Waldbrandgefahr ist einem Pyrotechniker ein Feuerwerk bei Kaufbeuren nicht genehmigt worden. Er zündete es trotzdem - mit Folgen.

01.06.2020 | Stand: 12:27 Uhr

Angekündigt war es per Zeitungsanzeige als "großes Jubiläums-Feuerwerk für Neugablonzer Firmen, Vereine und Bürger": Am Abend des Pfingstsonntags baute ein Pyrotechniker das Feuerwerk am Riederloh zwischen Kaufbeuren-Neugablonz und Germaringen auf. Die Gemeinde Germaringen hatte das Spektakel wegen der Corona-Krise und der erhöhten Waldbrandgefahr zuvor allerdings nicht genehmigt, wie die Polizei mitteilte.

Pyrotechniker muss Einsatzkosten tragen

Vorsorglich fuhr eine Streifenbesatzung  bereits in den frühen Abendstunden des Sonntags zum Ort des Geschehens und sprach eindringlich mit dem Pyrotechniker. Dieser zeigte sich zunächst einsichtig, wie die Beamten mitteilten. Dann folgte jedoch die Überraschung. Der Mann zündete  45 Minuten später doch sein Feuerwerk. Mit Folgen: Er muss laut Polizei nun mit einer Anzeige rechnen. Zudem wird die zuständige Behörde über den Vorfall informiert. Sie muss prüfen, ob der Mann noch den Anforderungen für eine sprengstoffrechtliche Erlaubnis genügt. Und teuer könnte es obendrein auch noch werden: Wegen der erhöhten Waldbrandgefahr musste die Feuerwehr aus Obergermaringen anrücken und ein nahe gelegenes Waldstück nach möglichen Brandherden absuchen. Die Einsatzkosten werden dem Pyrotechniker in Rechnung gestellt.