Heeresflieger starten vom Fliegerhorst Kaufbeuren

Darum fliegen derzeit viele Bundeswehr-Hubschrauber über dem Allgäu

Schwieriges Terrain: Die Landung des Transporthubschraubers NH90 im Gebirge fordert die gesamte Besatzung.

Schwieriges Terrain: Die Landung des Transporthubschraubers NH90 im Gebirge fordert die gesamte Besatzung.

Bild: Transporthubschrauberregiment 30

Schwieriges Terrain: Die Landung des Transporthubschraubers NH90 im Gebirge fordert die gesamte Besatzung.

Bild: Transporthubschrauberregiment 30

Über der Region fliegen derzeit wieder vermehrt Bundeswehr-Hubschrauber - auch in der Nacht. Das Allgäu bietet den Heeresfliegern besondere Trainingsbedingungen.

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Von Allgäuer Zeitung
12.07.2021 | Stand: 14:56 Uhr

-- Update 13. Juli: Auch im Sommer sind die Heeresflieger wieder im Allgäu und starten ab Kaufbeuren. Alle Infos hier. --

Aktualisiert am 22. April - Das Transporthubschrauberregiment 30 aus Niederstetten (Baden-Württemberg) trainiert derzeit wieder für Gebirgsflüge im Deutschen Alpenraum. Von zwei Standorten aus – einer davon Kaufbeuren – starten die Trainingsflüge in den östlichen Teil der Alpen. Geflogen wird dabei zwischen dem Tegernsee im Osten und dem Raum Oberstaufen im Westen. Die Übungsflüge dauern insgesamt drei Wochen und werden am Wochenende beendet.

Im Einsatz sind Such- und Rettungshubschrauber modernster Technik: Bei den Gebirgsflügen operieren bis zu drei Transporthubschrauber vom Typ NH90 vom Militärflugplatz Lechfeld aus, und maximal zwei Such- und Rettungshubschrauber vom Typ H145 LUH SAR vom Flugplatz am Fliegerhorst Kaufbeuren aus.

Die Hubschrauber sind einzeln unterwegs. Gebirgsjäger oder sonstige Manövertruppen sind nicht am Gebirgsflugtraining beteiligt.

Heeresflieger starten vom Kaufbeurer Fliegerhorst in die Alpen: Übungen in schwierigem Gelände

Am Standort Kaufbeuren ist normalerweise die Luftwaffe mit dem technischen Ausbildungszentrum stationiert. Die Heeresflieger nutzen den ehemaligen Militärflugplatz Kaufbeuren gern als Ausgangspunkt für die Übungsflüge, da das Allgäu für die Heeresflieger besonders gute Trainingsbedingungen bietet: „Gebirgsflug und insbesondere Gebirgslandungen mit einem Hubschrauber haben für uns Heeresflieger eine wichtige Bedeutung“, erläutert der Kommandeur des Transporthubschrauberregiments 30, Oberst Peter Göhringer. „Das schwierige Gelände, die Gesetze der Flugphysik und die besonderen meteorologischen Bedingungen gilt es dabei zu beachten“, beschreibt er die Herausforderungen für die Besatzungen.

Drei Wochen lang trainiert das Transporthubschrauberregiment 30 - auch in der Dunkelheit

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Gestartet am Fliegerhorst Kaufbeuren

Übungsflüge über dem Allgäu: Heeresflieger bilden spezielle Besatzung aus

Die Flüge finden wochentags statt – tagsüber und teilweise auch bei Dunkelheit. Bei einigen Flügen werden Außenlastgewichte auf Berglandeplätzen abgesetzt und wieder zu Tal geflogen. Die NH90-Hubschrauber sind Transporthubschrauber für Personal und Material und maximal elf Tonnen schwer. Die H145-Hubschrauber sind Such- und Rettungshubschrauber mit markanter oliv- und orangefarbener Lackierung. Sie wurden bei die Bundeswehr erst 2020 eingeführt.

Der Such- und Rettungshubschrauber H145 LUH SAR ist mit modernster Kamera-, Such- und Rettungstechnik ausgestattet und wurde 2020 bei der Bundeswehr eingeführt.
Der Such- und Rettungshubschrauber H145 LUH SAR ist mit modernster Kamera-, Such- und Rettungstechnik ausgestattet und wurde 2020 bei der Bundeswehr eingeführt.
Bild: Transporthubschrauberregiment 30, Straub

Unterstützung für die Bergwacht

Die Ausstattung ist eine Kombination aus Polizei- und Rettungshubschrauber. Im Rahmen der „Dringenden Eilhilfe“ können sie auch von Bergwacht und Rettungsorganisationen angefordert werden, wenn keine geeigneten zivilen Rettungsmittel zur Verfügung stehen.

Wie wichtig Erfahrungen im Gebirgsflug sind, erleben derzeit Besatzungen der NH90-Hubschrauber, die seit Anfang des Jahres in Afghanistan im Einsatz sind. Im Hindukusch- und Marmalgebirge gibt es deutlich höhere Berge als im deutschen Alpenraum. (Lesen Sie auch: Bergwacht Bayern: Zahl nächtlicher Hubschrauber-Rettungen in den Alpen gestiegen)

Heeresflieger waren im Herbst schon zu Übungsflügen da

Das Transporthubschrauberregiment 30 aus Niederstetten war bereits im vergangenen Oktober für mehrere Wochen im Allgäu für Übungsflüge.

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