Ringen TSV Westendorf

Für eine Überraschung gut - Westendorfer bei der DM

Ringen Wdorf Untergriessb Steiner II

Vorfreude: Michael Steiner nach einem Sieg für den vom TSV Westendorf. Bei der DM kann er für eine Überraschung gut sein.

Bild: Harald Langer (Archivfoto)

Vorfreude: Michael Steiner nach einem Sieg für den vom TSV Westendorf. Bei der DM kann er für eine Überraschung gut sein.

Bild: Harald Langer (Archivfoto)

Michael Steiner und Niclas Gaa vom TSV Westendorf bei der deutschen Meisterschaft. Der eine hat Medaillenchancen, der andere kämpft nach dem olympischen Motto.
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Von Allgäuer Zeitung
31.07.2021 | Stand: 05:15 Uhr

Dort wo sich nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen die Müllberge kilometerweit an den Straßen türmen, soll es am kommenden Wochenende wieder etwas Normalität geben. Für zwei Westendorfer Nachwuchsathleten stehen die deutsche Meisterschaften in Hohenlimburg auf dem Programm. Michael Steiner und Niclas Gaa werden die Farben des Bayerischen Ringer-Verbandes bei den Junioren im griechisch-römischen Stil vertreten. Die beiden Ostallgäuer gehören zum 13-köpfigen Aufgebot. Maximilian Goßner wird als Landestrainer die beiden Ringer begleiten.

Michael Steiner kocht ab

Anders als geplant wird Michael Steiner statt im Limit bis 60 nun bis 55 Kilo auf die Matte gehen. „Da ist die Ausgangslage für ihn deutlich besser“, verweist Männer-Cheftrainer Goßner dabei auf das geringe Teilnehmerfeld. Mit Luan Lauer (Südbaden), Kutkagan Öztürk (NRW) und Luca Moosmann (Württemberg) stehen die Chancen für den Westendorfer nicht schlecht, bei einer guten Leistung in die Medaillenränge zu kommen. Da im Nordischen System, also jeder gegen jeden, gerungen wird, benötigt er mindestens einen Sieg. Doch die Vorbereitung des 19-Jährigen verlief nicht optimal. „Er konnte einige Wochen wegen Knöchelproblemen auf der Matte nicht trainieren“, berichtet Goßner.

Es kann auch für ganz vorne passen

Trotzdem sei Steiner immer für eine Überraschung gut. „Michi ist technisch sehr talentiert. Es kann auch zu ganz vorne reichen, allerdings muss hier alles passen“, sagt Goßner, der beim TSV Westendorf den griechisch-römischen Stil verantwortet. Luca Moosmann aus Sulgen (Landkreis Rottweil) dürfte der härteste Konkurrent um den Titel sein. Alles im Allem seien für Steiner die nationalen Titelkämpfe in diesem Jahr eine Art Standortbestimmung für 2022. Denn dann rutscht Steiner in den Altersbereich der Männer hoch.

Max Goßner vom TSV Westendorf.
Max Goßner vom TSV Westendorf.
Bild: Tobias Giegerich

Mit Niclas Gaa geht der zweite TSV-Athlet am Wochenende auf die Matte. Er startet in der Gewichtklasse bis 60 Kilo und hat starke Konkurrenz. Für den Neuzugang bedeutet dies kein einfaches Unterfangen. „Allein die Teilnahme ist für ihn ein immenser Erfolg. Er hat sich beim Lehrgang des BRV für die Meisterschaften empfohlen. Dennoch wird es mit einer vorderen Platzierung sehr schwer werden“, betont Goßner, der neben seinen Ringern noch die anderen bayerischen Teilnehmer betreuen wird. Aufgrund Corona sind in Hohenlimburg keine Vereinstrainer zugelassen. Betreut werden die Sportler nur durch die Landestrainer – der BRV schickt fünf von ihnen dort hin.

Kadetten wieder auf der Matte

Unterdessen fand bereits ein Sichtungsturnier der Kadetten im Landesstützpunkt München-Ost statt. Auch Westendorf war mit Patrick Meichelböck, Luis Wurmser, Niklas Steiner, Noah Völk (alle Freistil) und Maximilian Prestele (Griechisch-römisch) vertreten. „Wichtig für die Jungs war es, dass sie wieder auf die Matte konnten, um Wettkampfpraxis zu sammeln. Das ist das A und O auf dem Weg zu den deutschen Meisterschaften“, sagt Matthias Einsle, Männer-Cheftrainer für den Freistil und Stützpunkttrainer in Westendorf. „Für die Kadetten war es eine insgesamt schwere Zeit. Für sie gab es monatelang keine Maßnahmen“, erzählt Goßner – die wichtigste Aufgabe sei, sie wieder in den Wettkampfmodus zu bringen.

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Die Titelkämpfe der Kadetten gehen übrigens Ende August für die Griechisch-römisch-Spezialisten in Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern) und für die Freistiler in Stendal (Sachsen-Anhalt) über die Bühne.