Ringen TSV Westendorf

Gelingt der große Wurf? - Chris Kraemer braucht eine gute Platzierung

Spektakulär hat Chris Kraemer (in Rot) schon immer gerungen. Nun geht es für den Westendorfer um die großen Erfolge.

Spektakulär hat Chris Kraemer (in Rot) schon immer gerungen. Nun geht es für den Westendorfer um die großen Erfolge.

Bild: Harald Langer (Archivbild)

Spektakulär hat Chris Kraemer (in Rot) schon immer gerungen. Nun geht es für den Westendorfer um die großen Erfolge.

Bild: Harald Langer (Archivbild)

Chris Kraemer aus Westendorf tritt beim Grand Prix von Deutschland an. Für den Westendorfer geht es um die WM-Qualifikation.
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Von Stefan Günter
06.08.2022 | Stand: 13:00 Uhr

Für den Westendorfer Christopher Kraemer folgt am Wochenende der nächste sportliche Höhepunkt. Der 26-jährige Griechisch-römisch-Spezialist startet beim Großen Preis von Deutschland. In Dortmund ist der Ostallgäuer nicht allein: Insgesamt hat Bundestrainer Michael Carl 22 Athleten, darunter weitere sieben Ringer aus Bayern, nominiert.

Erste Hürde genommen

Kraemer hat mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft schon eine wichtige Hürde überschritten. Will der Westendorfer die Fahrkarte für die WM lösen, muss er nicht nur seinen größten Widersacher Etienne Kinsinger hinter sich lassen, sondern auch seine Leistung abrufen. Mit dem Schweden Ardit Fazljija wartet beispielsweise ein unangenehmer Gegner im Limit bis 60 Kilo. Aber auch Kinsinger kennt die Stärken und Schwächen seines Teamkollegen. Doch Kraemer ist vorbereitet.

Es gibt keinen Plan B

Die Marschroute ist klar festgelegt: „Ich will zur WM. Von daher gibt es auch keinen Plan B“, zeigt sich der Westendorfer kämpferisch. Durch die seit Monaten schon andauernde Zusammenarbeit mit Landestrainer Matthias Maasch aus Burghausen sieht sich Kraemer derweil auch auf dem richtigen Weg. „Die Gesamtsituation wird immer besser. Das hat sich auch auf den nationalen und internationalen Lehrgängen bereits positiv ausgewirkt.“ Maasch hat zahlreiche Topleute als Sportchef des viermaligen deutschen Meisters Burghausen unter sich – für den Kraemer ab September in der Bundesliga aufläuft. Maasch steuert die Trainingsinhalte Kraemers und stimmt sie mit Bundestrainer Carl ab. „Unser gemeinsames Ziel ist so ausgelegt, dass Chris damit langfristig erfolgreich wird“ – und das heißt, die Olympischen Spiele 2024 in Paris.

Hektische Vorbereitung

Bei den nationalen Titelkämpfen habe Kraemer eine gute Form gehabt, „aber in den vergangenen Wochen ist auch nicht immer alles optimal verlaufen“, erzählt Maasch. Intensive Trainingseinheiten in Burghausen konnten nicht immer stattfinden, da Kraemer zu Lehrgängen mit der Nationalmannschaft abberufen wurde. Trotzdem sieht Maasch seinen Schützling für den Großen Preis gut vorbereitet. „Ich bin da guter Dinge. Etienne Kinsinger kann er immer besiegen. Doch unser Ziel ist, dass Chris in die Weltspitze vordringt und dort mitkämpft.“

Paris ist das Ziel

Bei einem Turniersieg oder einem Platz vor Kinsinger dürfte Kraemer das WM-Ticket für Belgrad sicher in der Tasche haben. Doch bis zu Paris 2024 ist es trotzdem ein steiniger Weg.

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