Westendorf

Großer Druck beim Großen Preis

Ringen Chris Kraemer aus Westendorf will in Dortmund für sich Werbung machen
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Von gru
05.08.2019 | Stand: 15:48 Uhr

Die European Games im weißrussischen Minsk waren vor einem Monat das jüngste sportliche Highlight von Christopher Kraemer. Der Ringer des TSV Westendorf steht nun vor einer weiteren Bewährungsprobe. Der Große Preis von Deutschland in Dortmund wird wenige Wochen vor den Weltmeisterschaften in Kasachstan Welt- und Europameister sowie Olympiasieger nach Nordrhein-Westfalen locken. Wie schon im Vorjahr wird der Bundesliga-Ringer aus dem Allgäu, der in der kommenden Saison für die Red Devils Heilbronn das Trikot überziehen wird, erneut im Limit bis 60 Kilo im griechisch-römischen Stil auf die Matte gehen.

Kraemer bereitete sich die vergangenen Wochen daheim in Westendorf auf den Grand Prix vor. Der Große Preis ist für viele eine letzte Standortbestimmung vor der WM im September in Nur-Sultan. Allerdings dürfte Kraemer dort nur Zuschauer sein. Aller Voraussicht nach wird Etienne Kinsinger vom KSV Köllerbach in Kasachstan auf die Matte gehen. „Sicherlich wäre das eine enttäuschende Nachricht, gerade deshalb will ich in Dortmund einen starken Auftritt hinlegen“, sagt Kraemer, denn in der Westfalenhalle wird wohl die Weltspitze auflaufen. Auch sein Kontrahent Kinsinger wird im gleichen Limit bis 60 Kilo an den Start gehen. Im vergangenen Jahr besiegte Kraemer in der Qualifikation seinen größten Widersacher aus dem Saarland, musste aber in der nächsten Runde eine 0:5-Punkteniederlage gegen Ardit Fazljija hinnehmen. Eine Viererwertung des Schweden war die ausschlaggebende Aktion für das vorzeitige Aus des Ostallgäuers. Doch auch Kraemers Gegner erreichte das Finale nicht. „Grundsätzlich habe ich schon Druck, weil ich mir durch ein gutes Abschneiden auch Hoffnungen machen kann, an einem von insgesamt drei Qualifikationsturnieren teilzunehmen“, meint der DRB-Kaderathlet aus dem Allgäu. Denn im vorolympischen Jahr ist alles auf Tokio 2020 ausgerichtet. Neben Kraemer hat Bundestrainer Michael Carl noch Hannes Wagner (Lichtenfels) und fünf Burghauser Ringer, Roland Schwarz, Ramsin Azizsir, Fabian Schmitt, Witalis Lazovski und Michael Widmayer, nominiert. Der Bayerische Ringer-Verband schickt dagegen Deniz Menekse von den Grizzlys Nürnberg auf die Matte. Die Qualifikations- und Turnierkämpfe sind für Samstag angesetzt, die Finalkämpfe stehen am Sonntag auf dem Programm.