Flugübungen über Kaufbeuren

Heeresflieger starten vom Kaufbeurer Fliegerhorst in die Alpen

Der Such- und Rettungshubschrauber H145 LUH SAR ist mit modernster Kamera-, Such- und Rettungstechnik ausgestattet und wurde 2020 bei der Bundeswehr eingeführt.

Der Such- und Rettungshubschrauber H145 LUH SAR ist mit modernster Kamera-, Such- und Rettungstechnik ausgestattet und wurde 2020 bei der Bundeswehr eingeführt.

Bild: Transporthubschrauberregiment 30

Der Such- und Rettungshubschrauber H145 LUH SAR ist mit modernster Kamera-, Such- und Rettungstechnik ausgestattet und wurde 2020 bei der Bundeswehr eingeführt.

Bild: Transporthubschrauberregiment 30

Drei Wochen lang trainiert das Transporthubschrauberregiment 30 – auch in der Nacht. Zum Einsatz kommen Such- und Rettungshubschrauber modernster Technik.
06.04.2021 | Stand: 16:05 Uhr

Seit Dienstag trainiert das Transporthubschrauberregiment 30 aus Niederstetten wieder für Gebirgsflüge im Deutschen Alpenraum. Von zwei Standorten aus – einer davon Kaufbeuren – starten die Trainingsflüge in den östlichen Teil der Alpen. Geflogen wird dabei zwischen dem Tegernsee im Osten und dem Raum Oberstaufen im Westen und zwar drei Wochen lang.

Dabei operieren bis zu drei Transporthubschrauber vom Typ NH90 vom Militärflugplatz Lechfeld aus, und maximal zwei Such- und Rettungshubschrauber vom Typ H145 LUH SAR vom Flugplatz am Standort Kaufbeuren aus.

Heeresflieger starten vom Kaufbeurer Fliegerhorst in die Alpen: Übungen in schwierigem Gelände

„Gebirgsflug und insbesondere Gebirgslandungen mit einem Hubschrauber haben für uns Heeresflieger eine wichtige Bedeutung“, erläutert der Kommandeur des Transporthubschrauberregiments 30, Oberst Peter Göhringer. „Das schwierige Gelände, die Gesetze der Flugphysik und die besonderen meteorologischen Bedingungen gilt es dabei zu beachten“, beschreibt er die Herausforderungen für die Besatzungen. Die Hubschrauber werden einzeln unterwegs sein. Gebirgsjäger oder sonstige Manövertruppen sind nicht am Gebirgsflugtraining beteiligt.

Drei Wochen lang trainiert das Transporthubschrauberregiment 30 - auch in der Dunkelheit

Die Flüge finden wochentags statt – tagsüber und teilweise auch bei Dunkelheit. Bei einigen Flügen werden Außenlastgewichte auf Berglandeplätzen abgesetzt und wieder zu Tal geflogen. Die NH90-Hubschrauber sind Transporthubschrauber für Personal und Material und maximal elf Tonnen schwer. Die H145-Hubschrauber sind Such- und Rettungshubschrauber mit markanter oliv- und orangefarbener Lackierung (Foto). Sie wurden bei die Bundeswehr erst 2020 eingeführt.

Unterstützung für die Bergwacht

Die Ausstattung ist eine Kombination aus Polizei- und Rettungshubschrauber. Im Rahmen der „Dringenden Eilhilfe“ können sie auch von Bergwacht und Rettungsorganisationen angefordert werden, wenn keine geeigneten zivilen Rettungsmittel zur Verfügung stehen.

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Wie wichtig Erfahrungen im Gebirgsflug sind, erleben derzeit Besatzungen der NH90-Hubschrauber, die seit Anfang des Jahres in Afghanistan im Einsatz sind. Im Hindukusch- und Marmalgebirge gibt es deutlich höhere Berge als im deutschen Alpenraum. (Lesen Sie auch: Bergwacht Bayern: Zahl nächtlicher Hubschrauber-Rettungen in den Alpen gestiegen)

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