Hochzeitsboom in Kaufbeuren

Wieso sich an einem Februar-Tag gleich zehn Paare das Ja-Wort geben wollen

Ein Brautpaar sitzt während ihrer Trauung in der Kirche. (zu dpa

Normalerweise sind die Sommermonate bei Hochzeitspaaren beliebt. In diesem Jahr haben es viele auf Tage im Februar abgesehen.

Bild: Silas Stein, dpa (Symbolbild)

Normalerweise sind die Sommermonate bei Hochzeitspaaren beliebt. In diesem Jahr haben es viele auf Tage im Februar abgesehen.

Bild: Silas Stein, dpa (Symbolbild)

Außergewöhnlicher Andrang: Gleich zehn Paare wollen sich an einem Dienstag im Februar in Kaufbeuren das Ja-Wort geben. Das steckt dahinter.
12.01.2022 | Stand: 08:30 Uhr

Gleich zwei Schnapszahl-Daten hält das junge Jahr 2022 bereit: den 2. und den 22. Februar. Für gewöhnlich sind diese Tage bei einer bestimmten Personengruppe ganz besonders beliebt – bei Hochzeitspaaren. Dementsprechend groß ist der Andrang auf das Kaufbeurer Standesamt am 22.2.22, obwohl das außergewöhnliche Datum für Vermählungen suboptimal auf einen Dienstag im Winter und mitten in eine unsichere Corona-Lage fällt.

Zehn Kaufbeurer Paare wollen den 22.2.22 als ihren Hochzeitstag haben

Zehn Hochzeitspaare werden sich an diesem Schnapszahl-Dienstag trauen lassen. Damit ist das Kaufbeurer Standesamt ziemlich ausgebucht, teilt Tobias Müller, Pressesprecher der Stadt, mit und fügt an: „An einem Februartag unter der Woche ist das sehr ungewöhnlich, dass so viele Hochzeiten stattfinden.“

Die Trau-Termine für den 22. Februar seien größtenteils bereits seit Mitte des vergangenen Jahres vergeben. Lediglich ein kurz entschlossenes Paar kam noch dazu. „Das Datum war also vielen Brautpaaren schon sehr früh bewusst“, sagt Müller. Der 2. Februar – ein ähnliches Schnapszahl-Datum – sei nach Angaben des Standesamts bei Paaren wohl nicht so beliebt. An diesem Tag liege bisher noch kein Termin zur Hochzeit vor.

Diese Corona-Regeln gelten aktuell für Trauungen in Kaufbeuren

Bei Trauungen im historischen Magistratssaal sind coronabedingt aktuell maximal 15 Personen erlaubt. Die Stadt informiert auf der Internetseite darüber, dass Gäste beim Betreten des Rathauses ungefragt ihren 3G-Nachweis vorzeigen müssen. Dort gilt außerdem FFP2-Maskenpflicht – nach aktuellen Vorgaben sind Braut und Bräutigam jedoch davon befreit.

Am Wochenende Anfang Februar werden in den Abendstunden sogenannte Candle-light-Trauungen angeboten. Für einen Aufpreis können sich Paare ganz romantisch im Schein von 120 Kerzen das Ja-Wort geben. Das beliebte Türmerzimmer im Fünfknopfturm steht aktuell hingegen nicht als Veranstaltungsort für Hochzeiten zur Verfügung.

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Das hänge nicht mit dem Coronavirus zusammen, sondern mit der Jahreszeit. In dem Raum, der im fünften Stock des Kaufbeurer Wahrzeichens liegt und über 92 Stufen erklommen wird, herrschen nach Müllers Angaben aktuell nämlich sehr eisige Temperaturen. „Daher wird im Winter dort nicht getraut, sondern nur in den etwas wärmeren Monaten von Mai bis Oktober“, sagt Müller.

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