Hilfsorganisation aus Kaufbeuren

Wie Humedica langfristig in Afghanistan helfen will

Ein Mitglied der Taliban im Explosionsort in der Nähe des Kabuler Flughafens. Dort hatten sich jüngst IS-Terroristen in die Luft gesprengt.

Ein Mitglied der Taliban im Explosionsort in der Nähe des Kabuler Flughafens. Dort hatten sich jüngst IS-Terroristen in die Luft gesprengt.

Bild: Saifurahman Safi, dpa

Ein Mitglied der Taliban im Explosionsort in der Nähe des Kabuler Flughafens. Dort hatten sich jüngst IS-Terroristen in die Luft gesprengt.

Bild: Saifurahman Safi, dpa

Humedica möchte langfristig in Afghanistan helfen. Das plant die Hilfsorganisation aus Kaufbeuren konkret.
31.08.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Die Kaufbeurer Hilfsorganisation Humedica setzt nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan auf langfristige Hilfe. Vor allem die politische Lage dort ist sehr instabil, teilt die Organisation mit. Humedica plant deshalb einen längerfristigen Einsatz in dem kriegsgebeutelten Land.

„Wir werden einige Tageskliniken in Kabul unterstützen. Dabei geht es aktuell vor allem darum, die medizinische Versorgung der Menschen aufrecht zu erhalten, sie auf lange Sicht aber auch zu verbessern“, erklärt Humedica-Geschäftsführer Johannes Peter. Dafür seien unter anderem Schulungen geplant.

Unübersichtliche Lage erschwert die Hilfe

Im Einzugsgebiet der Kliniken leben laut Humedica viele Menschen in prekären Verhältnissen. Sie können nicht in ihre zerstörte Heimat zurückkehren. Die Kliniken sollen zumindest ihre medizinischen Bedürfnisse stillen. „In dem Land, das nun weitestgehend isoliert ist, könnte die Armut drastisch steigen“, teilt Humedica mit. Langfristige Hilfe für die Menschen in Afghanistan sei deshalb wichtig. „Die Lage ist unübersichtlich“, berichtet Peter. Er war selbst in Afghanistan und hat sich ein Bild vor Ort gemacht. „Doch wir wollen den Menschen auch mit akuter Hilfe in dieser schwierigen Lage helfen.“