Kirche

Im Ostallgäu gibt es kaum Mangel an „Urlaubs-Pfarrern“

In den katholischen Pfarreien gibt es trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie kaum einen Mangel an Urlaubspfarrern. Die meisten Geistlichen kommen aus dem innereuropäischen Ausland.

In den katholischen Pfarreien gibt es trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie kaum einen Mangel an Urlaubspfarrern. Die meisten Geistlichen kommen aus dem innereuropäischen Ausland.

Bild: Mathias Wild (Symbolfoto)

In den katholischen Pfarreien gibt es trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie kaum einen Mangel an Urlaubspfarrern. Die meisten Geistlichen kommen aus dem innereuropäischen Ausland.

Bild: Mathias Wild (Symbolfoto)

Ausländische Priester kommen in der Regel aus dem innereuropäischen Ausland. Bei der Verteilung achtet das Bistum auf einen genauen Modus.

16.08.2020 | Stand: 12:45 Uhr

Gerade katholische Gläubige kennen das: Ist der Pfarrer einmal längere Zeit in Urlaub, wird er oftmals von Priestern vertreten, die aus der ganzen Welt stammen. Viele dieser Urlaubsvertretungen sind in ihrer Allgäuer Gemeinde schon Stammgäste, sie mögen die Menschen hier, die Menschen mögen sie. Doch wie sieht das in Zeiten der Corona-Pandemie aus? Können die ausländischen Priester überhaupt kommen?

Keine Einschränkungen für katholische Geistliche 

Dr. Karl-Georg Michel, Leiter der Pressestelle im Bistum Augsburg, kann Entwarnung geben: „Die in Frage kommenden Priester stammen zwar meist aus Indien, Afrika oder Asien, sie leben derzeit jedoch alle im innereuropäischen Ausland.“ Hier würden sie beispielsweise an längeren weiterführenden Studien etwa für ihre Promotion oder Habilitation teilnehmen, „unterliegen aber keinen Quarantäne-Beschränkungen für die Einreise nach Deutschland“, sagt Michel. So würden sich die Einschränkungen durch Corona relativ in Grenzen halten: „2019 waren beispielsweise 95 Priester in den Sommermonaten zur Vertretung ins Bistum gekommen, heuer sind es etwa 70.“

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"Urlaubs-Pfarrer": Zuteilung der Priester erfolgt nach genauem Modus

Die, die dann kommen: Nach welcher Priorität werden sie auf die einzelnen Pfarreien verteilt, in denen Bedarf besteht? Bei der Zuteilung der Priester werde darauf geachtet, dass „insbesondere Pfarreien berücksichtigt werden, in denen die Pfarrer ohne weitere Priester wie Kapläne, Ruhestands- und Ordensgeistliche auskommen müssen“, erklärt Michel den Modus.

Macht eigentlich die Kirche als Arbeitgeber ihren Pfarrern irgendwelche Vorschriften oder Vorgaben, wo die denn ihren Urlaub verbringen sollen. Nein, betont Michel: „Wir vertrauen bezüglich der Urlaubsplanungen unserer Priester ganz einfach auf deren gesunden Menschenverstand und Verantwortungsbewusstsein, was die Einhaltung der entsprechenden staatlichen Vorgaben betrifft.“

Bistum Augsburg verzichtet auf Hinweise für die Urlaubsplanung

Ähnliches gelte auch für die anderen Mitarbeiter in der Pastoral: „Konkrete Hinweise unsererseits für deren Urlaubsplanung gibt es nicht, dies würde zu sehr in die private Lebensführung eingreifen“, sagt Michel.